„Wir sind im ganz familiären Kreis zusammengekommen, um den 100. Geburtstag von Prof. Dr. med. Roland Bässler zu feiern“, begrüßte Prof. Dr. Gabriele Köhler, Direktorin des Instituts für Pathologie am Klinikum Fulda, die zahlreichen Gäste. Gefeiert wurde dabei nicht nur der runde Geburtstag, sondern auch Bässlers 65-jähriges Wirken in der Pathologie.
Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstand des Klinikums Fulda, bezeichnete den Apollo-Saal als passenden Ort für diesen besonderen Anlass. „Die Menschen werden immer älter, aber der 100. Geburtstag ist auch heute noch eine besondere Ausnahme“, sagte Menzel mit Blick auf den Jubilar.
1972 kam Bässler nach Fulda und prägte die Pathologie des Klinikums über Jahrzehnte wie kaum ein anderer. „Die Pathologie wird als Fundament der Medizin bezeichnet und ist der Ort, an dem Erkenntnis entsteht“, erklärte Menzel. Wissenschaft lebe dabei vor allem von Neugier. Bässler habe diese Neugier mit großer Verantwortung und Empathie verbunden.
Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde Bässler unter anderem mit dem Deutschen Krebshilfe-Preis ausgezeichnet. Doch bei seinem Wirken sei es nie allein um wissenschaftliche Erkenntnisse gegangen, betonte Menzel. Auch Menschlichkeit, Empathie und Verantwortung hätten eine zentrale Rolle gespielt. „Das hat Sie zu einem herausragenden Lehrer gemacht“, sagte er an den Jubilar gewandt.
Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Für ihn sei die Feier ein ganz besonderer Moment. „Das ist ein Erlebnis, das ich noch nie hatte“, sagte Wingenfeld. Als er sein Amt als Oberbürgermeister noch nicht lange inne hatte, habe er Bässler bereits zu dessen 90. Geburtstag gratuliert. „Das fand ich damals schon erstaunlich“, erinnerte sich Wingenfeld.
Der Oberbürgermeister hob zudem hervor, welch großes Glück Fulda gehabt habe, dass Bässler in der Stadt geblieben sei. „Ich kann nur meine große Anerkennung und meinen Respekt entgegenbringen“, sagte Wingenfeld. Mit Blick auf die Generation des Jubilars fügte er hinzu: „Sie gehören zu einer Generation, die all die Schrecken erlebt hat, und sie strahlen so viel Mut und Zuversicht aus. Ihr Beistand ist für uns eine große Ermutigung. Danke, dass sie uns geprägt haben.“
Für einen besonderen Moment sorgte außerdem eine Videobotschaft aus Kiel. Prof. Dr. Christoph Röcken, Direktor des dortigen Instituts für Pathologie und derzeitiger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pathologie, war zugeschaltet und würdigte Bässlers Lebensleistung. Er sei stolz auf das, was dieser erreicht habe.
Bässler selbst zeigte sich sichtlich gerührt von der persönlichen Botschaft. Er freue sich über die Zuschaltung und darüber, seinen Kollegen aus Kiel zu sehen und zu hören.
100 Jahre – ein Jahrhundert, in dem sich auch die Medizin, die Stadt Fulda und das Klinikum verändert haben. Zum Abschluss stießen die Gäste gemeinsam auf den Jubilar an. In einem Fotoalbum konnten sie zudem persönliche Glückwünsche hinterlassen – als Erinnerungen an einen besonderen Geburtstag, die bleiben sollen.
