Campus 03.11.2026

Zwischen Karriere und KI: Wirtschaft trifft Campus - Fotos

Fulda (jah) – Was erwarten junge Menschen von ihrem künftigen Arbeitgeber? Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz im Berufsalltag und wie lässt sich der Einstieg ins Berufsleben gestalten? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich am Dienstagabend Studierende der Hochschule Fulda und Vertreter der regionalen Wirtschaft beschäftigt. Unter dem Motto „Was Studierende wollen. Was Unternehmen brauchen“ hatten die Wirtschaftsjunioren Fulda gemeinsam mit der Hochschule zu einem interaktiven Austausch eingeladen. Statt langer Vorträge standen dabei persönliche Gespräche und unterschiedliche Perspektiven im Mittelpunkt.

Von links nach rechts: Andreas Happ, Sabrina Dörr (Hochschule Fulda), Friederike Lips, Prof. Dr. Isabell Wirth und Michael Konow. Foto: Janosch Hensel

Das Ziel der Veranstaltung war es, Studierende und Unternehmen miteinander ins Gespräch zu bringen und mögliche Gemeinsamkeiten auszuloten. „Es ist uns als Wirtschaftsregion sehr wichtig, den Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Hochschule zu fördern und vielleicht auch neue Wege zu gehen“, erklärte Andreas Happ von den Wirtschaftsjunioren Fulda. Das „World Café“ sollte genau dafür eine Gelegenheit bieten.

Auch Friederike Lips, Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren Fulda, begrüßte die Teilnehmer und erläuterte die Motivation hinter der Veranstaltung. Neben dem Austausch mit den Studierenden sei auch die Nachwuchsgewinnung ein wichtiges Anliegen der Wirtschaftsjunioren. „Wir suchen natürlich immer auch Nachwuchs für unseren Verein“, betonte sie und verwies auf die Möglichkeit, die Organisation und ihre Arbeit an diesem Abend näher kennenzulernen.

Fünf Themen, zwei Gesprächsrunden

Für den Austausch hatten die Organisatoren das sogenannte World Café mit fünf Thementischen vorbereitet. Im Mittelpunkt standen Karriere und Berufseinstieg, KI und die Arbeitswelt der Zukunft, New Work, Gründung und Unternehmertum sowie die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft. Die Teilnehmer wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und kamen jeweils mit einem Experten oder einer Expertin ins Gespräch. Nach rund 30 Minuten wechselten die Gruppen die Tische, sodass in einer zweiten Runde weitere Themen und Gesprächspartner auf sie warteten. Dabei waren ausdrücklich auch Fragen und Sichtweisen gefragt, die über den eigenen fachlichen oder beruflichen Horizont hinausgingen.

Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, übernahm unter anderem die Gesprächsleitung am Tisch zum Thema New Work. Er machte deutlich, warum ihm die Verbindung zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft besonders am Herzen liegt. „Wir hoffen natürlich vor allen Dingen, dass viele von euch nach dem Studium auch hier in dieser Gegend ihre Arbeit und Heimat finden“, richtete er sich an die Studierenden. Sie könnten nicht nur als künftige Fachkräfte, sondern auch als Gründerinnen und Gründer wichtige Impulse für die Region setzen. Konow hob zudem die Bedeutung der Wirtschaftsjunioren Fulda hervor. Der Kreis sei aus seiner Sicht besonders aktiv und innovativ. Auch die Hochschule Fulda bezeichnete er als wichtigen Bestandteil des Wirtschaftsstandorts. Gerade deshalb sei es wichtig, junge Menschen frühzeitig mit den Unternehmen vor Ort zusammenzubringen.

Ergebnisse und neue Kontakte

Nach den beiden Gesprächsrunden kamen die Teilnehmer noch einmal zusammen. Die Gruppen stellten ihre gesammelten Gedanken und Ergebnisse vor und machten damit deutlich, welche Erwartungen und Vorstellungen auf beiden Seiten bestehen. Die Studierenden konnten Einblicke in den Berufsalltag und die Anforderungen regionaler Unternehmen gewinnen. Gleichzeitig erhielten die Vertreter der Wirtschaft einen Eindruck davon, welche Themen und Wünsche die nächste Generation von Fach- und Führungskräften beschäftigen.

Für Andreas Happ war das Format eine bewusste Alternative zu klassischen Vortragsveranstaltungen. Die Idee sei gewesen, dass sich die Teilnehmer nicht nur mit den Themen auseinandersetzen, die sie ohnehin bereits interessieren, sondern auch einmal neue Perspektiven kennenlernen. Die Gespräche an den einzelnen Tischen sollten dazu ermutigen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil blieb bei Getränken und kleinen Snacks ausreichend Gelegenheit, die Gespräche fortzusetzen und Kontakte zu knüpfen. Denn auch das Netzwerken gehört für die Wirtschaftsjunioren zu einem wichtigen Bestandteil solcher Veranstaltungen – vielleicht entstehen aus den Begegnungen des Abends sogar erste Ideen für Praktika, Kooperationen oder einen späteren Berufseinstieg in der Region.

World Café an der Hochschule Fulda. Fotos: Janosch Hensel