Lokales MKK 02.11.2026

Team-WM im Sportholzfällen – Martin knackt nationalen Rekord

Stuttgart (pm/pf) – Es gibt einen neuen Team-Weltmeister im Sportholzfällen. Zum allerersten Mal ließ sich Team Kanada im Konfettiregen und unter einer Champagnerdusche bei der STIHL TIMBERSPORTS® Weltmeisterschaft feiern. In der ausverkauften Stuttgarter Porsche-Arena besiegten die Kanadier ihre Gegner aus den USA und stellten dabei im Finale mit 41,30 Sekunden für vier Disziplinen einen neuen Weltrekord auf. Hinter dem Silbermedaillengewinner USA platzierten sich die Australier, deren Siegesserie nach sechs Titeln in Folge endete. Deutschland wurde Achter und knackte den nationalen Rekord. Dabei war auch der Hesse Danny Martin aus Sinntal, der im Team- und im Einzel-Wettbewerb antrat.

Der Standing Block Chop war für Danny Martin die letzte Disziplin der Einzel-WM, da er bereits nach der ersten Runde aus dem Wettbewerb ausschied. Fotos: STIHL TIMBERSPORTS®

Getragen von tosendem Applaus und hunderten Deutschlandfahnen betrat der Local Hero Danny Martin am Samstagabend die Porsche-Arena in Stuttgart.

Das WM-Team 2026 v.l.: Marcel Steinkämper (Minden/NRW), Danny Martin (Sinntal/Hessen), Thomas Hofbauer (Regenstauf/Bayern) und Denny Vielwerth (Sondheim/Bayern).

Insgesamt 20 Mannschaften aus vier Kontinenten waren in Stuttgart angetreten. 6.500 Fans sorgten mit lautstarker Unterstützung und einem beeindruckenden Fahnenmeer für eine besondere Atmosphäre. Das deutsche Team hatte sich vorgenommen, den eigenen Landesrekord zu verbessern. Dieses Ziel erreichten die Athleten bereits in der ersten Runde.

In der Qualifikation für den Abendwettkampf trafen Thomas Hofbauer (Regenstauf/Bayern), Denny Vielwerth (Sondheim/Bayern), Danny Martin (Sinntal/Hessen) und Marcel Steinkämper (Minden/NRW) auf Rekordweltmeister Australien. Im sogenannten Time Trial müssen vier Sportler vier Disziplinen im Staffelformat unmittelbar hintereinander absolvieren. Die Zeit stoppt erst, wenn der letzte Athlet seinen Stamm durchtrennt hat. „Es ist wichtig, im Time Trial direkt eine gute Zeit abzuliefern. Ansonsten muss man am Abend im K.o.-System sofort gegen einen der Favoriten antreten“, erklärt Danny Martin.

Auch wenn klar war, dass es gegen den amtierenden Weltmeister keinen Sieg geben würde, lief es für die Deutschen nach Plan. Das Quartett überzeugte mit einer starken Leistung und verbesserte den nationalen Rekord auf 55,77 Sekunden. Damit qualifizierte sich Team Deutschland für das Achtelfinale, in dem es am Abend vor ausverkaufter Arena auf Großbritannien traf.

Großbritannien lag bereits ab der ersten Disziplin, der Stock Saw, hinten. Thomas Hofbauer hatte bei seinem WM-Debüt sauber geschnitten. Diesen winzigen Vorsprung konnte Denny Vielwerth beim anschließenden Underhand Chop zwar nicht ausbauen, allerdings lag nur ein Axtschlag zwischen ihm und seinem Gegner. Danny Martin vergrößerte den Abstand an der Single Buck deutlich, sodass Marcel Steinkämper vor Glen Penlington, dem aktuellen britischen Meister, an den abschließenden Standing Block Chop gehen konnte. Am Ende lag Deutschland sieben Sekunden vor Großbritannien. „Präzise und super, super, super“, kommentierten die Moderatoren im offiziellen Livestream den Auftritt.

Im Viertelfinale wartete mit Australien allerdings ein anderes Kaliber. Bereits in der zweiten Disziplin setzte sich Australien deutlich ab - hier stand Denny Vielwerth allerdings auch Brayden Meyer, dem aktuellen Weltrekordhalter im Underhand Chop gegenüber. Danny Martin, siebenfacher Deutscher Meister, holte wieder auf, schnitt allerdings kein komplettes Cookie mit der zwei Meter langen Zugsäge ab. Australien gewann schließlich mit 47,82 Sekunden. Deutschland zeigte mit 57,87 sec. wie in der Qualifikation wieder eine Spitzenzeit. Aufgrund der unvollständig gesägten Scheibe an der Single Buck gab es allerdings eine 15 Sekunden Zeitstrafe on top. Dies beeinflusste den Wettbewerb nicht mehr. Deutschland war im K.o.-System ausgeschieden und wurde unter lautem Applaus verabschiedet.

„Im Viertelfinale gegen den amtierenden Weltmeister auszuscheiden, ist keine Schande“, resümierte Danny Martin. „Wir wollten unter einer Minute bleiben und den deutschen Rekord knacken. Das haben wir geschafft.“ Mit dem achten Platz und als viertbeste europäische Nation beendete das deutsche Team die Weltmeisterschaft und die Saison. Es war das beste Ergebnis seit 2019, auf das die vier Athleten stolz sein können.

Einen Tag später musste Martin wieder antreten. Mit großen Hoffnungen war der 38-Jährige in den Wettkampf gestartet. Bei der Heim-WM 2023 in Stuttgart hatte der Hesse überraschend Bronze gewonnen. Der Traum von einer erneuten Medaille platzte diesmal jedoch bereits nach der ersten Runde. Zwar gelang ihm am Underhand Chop ein neuer deutscher Rekord, seine Gesamtzeiten reichten aber nicht für den Einzug in die Runde der besten Acht. „Der Erfolg in der ersten Disziplin hat mich gut motiviert. Danach konnte ich leider nicht alles zeigen, was ich mir vorgenommen hatte. Es war dennoch ein riesiges Gefühl, in diese ausverkaufte Arena einzulaufen. Das waren einzigartige Momente für mich.“ Gold ging an den Australier Brayden Meyer vor Matt Cogar aus den USA und Ben Cumberland aus Kanada.

Die kompletten Ergebnisse der Weltmeisterschaft im Teamwettbewerb erhalten Sie in der STIHL TIMBERSPORTS® Database. Das Einzelergebnis von Danny Martin gibt es hier.