Lokales 02.11.2026

Rhönklub-Präsident: „Hütte soll Menschen verbinden, nicht trennen“

Bad Kissingen (pm/pf) – Nach dem öffentlichen Streit um die Kissinger Hütte und dem Aus der Pächterin meldet sich nun der Rhönklub-Hauptvorstand am Montagabend zu Wort: Präsident Klaus Neisser (Bad Brückenau) äußert sich in einer Stellungnahme, würdigt das außergewöhnliche Engagement und mahnt zu Respekt und Zusammenhalt.

Der Wiederaufbau der Kissinger Hütte binnen 19 Monaten nach dem verheerenden Brand in der Nacht am 8. März 2025 ist ein beeindruckendes Zeichen für Mut, Tatkraft und vorbildlich gelebtes Ehrenamt. Mit einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro hat der Rhönklub Zweigverein Bad Kissingen e.V. als eigenständiger Bauherr ein ausgezeichnetes Projekt verwirklicht.

„Wir müssen dankbar sein, dass es Menschen gibt, die bereit sind, eine solche Verantwortung ehrenamtlich zu übernehmen. Dieses Engagement verdient unseren größten Respekt und unsere Anerkennung“, betont der Präsident des Rhönklubs.

Mit Blick auf die öffentliche Kritik des Rhönklub Zweigvereins Bad Kissingen e.V. findet er zugleich deutliche Worte: „Unterschiedliche Meinungen gehören zu einer lebendigen Vereinsgemeinschaft. Ich kann jedoch nicht akzeptieren, wenn sachliche Kritik in persönliche Angriffe umschlägt und ehrenamtlich engagierte Menschen öffentlich an den Pranger gestellt werden. Hier ist für mich eine Grenze gegenseitiger Achtung überschritten.“

Der Rhönklub e.V. lebt von der Vielfalt und Eigenständigkeit seiner 75 gemeinnützigen Zweigvereine. Der Rhönklub Zweigverein Bad Kissingen e.V. hat als eigenständiger Bauherr enorme Verantwortung übernommen und nachhaltige Entscheidungen getroffen. Unterschiedliche Auffassungen gehören zu unserem Vereinsleben. Vielfalt, Toleranz und gegenseitiger Respekt sind dabei wesentliche Grundwerte unserer Gemeinschaft.

„Stellen wir uns doch einmal vor, was die Rhön verloren hätte, wenn niemand den Mut zum Wiederaufbau der Kissinger Hütte gehabt hätte – eine Ruine in schönster Aussichtslage auf dem Feuerberg – nein danke!“

Jetzt gelte es, den Blick auf das Wesentliche zu richten. Die neu gestaltete Kissinger Hütte sei weit mehr als eine Hütte: Sie sei ein Stück Rhöner Heimat und Geschichte, ein Ort der Begegnung und ein Geschenk für künftige Generationen.

„Lassen wir nicht zu, dass die Freude über dieses außergewöhnliche Gemeinschaftswerk im Streit verloren geht. Die Kissinger Hütte wird Menschen zusammenbringen und nicht trennen.“

Neisser schließt mit dem Wandergruß „Frisch auf“.