Beim Tabellenführer, der noch kein Spiel verloren hat, hielten die Lüderer rund 40 Minuten lang richtig gut mit. „Danach sind wir wie ein Boxer im Ring von einer Ecke in die andere geschickt worden“, schilderte Trainer Sebastian Peppler. Die Gäste hatten kaum noch Möglichkeiten, nachzulegen – und das, obwohl der Coach von einem nahezu kompletten Kader ausgegangen war. Doch Jannis Deppe verletzte sich im Abschlusstraining und konnte gar nicht mitwirken, dazu fehlte Henrik Dimmerling, und Lasse Wessling musste beruflich passen. Dass sein Team trotzdem kämpfte, beeindruckte Peppler.
In der Anfangsphase diktierte Großenlüder/Hainzell sogar das Spiel und war immer wieder in Führung. Zwischenzeitlich verloren die Gäste kurz den Faden und gerieten mit 10:15 (25.) in Rückstand, doch verkürzten bis zur Pause wieder auf zwei Treffer und waren zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder bis auf ein Tor herangekommen. „Wir haben gut mitgehalten, machen nur ein paar technische Fehler. Sonst war das wirklich fein“, hatte Peppler wenig zu Meckern.
Gensungen/Felsberg II profitierte dann allerdings von einem breiten und stark besetzten Kader. „Wir konnten nicht nachschieben und das haben sie dann gut gemacht und gnadenlos ausgenutzt. Auch die Jungs aus der zweiten Mannschaft fehlten uns heute, und Gensungen hatte eine komplette Bank. Es wurde immer schwerer, zu verteidigen, und hintenraus haben wir dann kein Land mehr gesehen“. Dennoch habe seine Mannschaft vieles richtig gemacht, so Peppler: „Am Ende des Tages ist uns die Luft ausgegangen“. Er konnte es keinem verübeln, sondern hob eher noch hervor, dass beispielsweise Dominik Malolepszy und Fabian Kirsch nach längerer Zwangspause noch mehr leisteten, als erwartet. „Sie haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“.
Großenlüder/H.: Stradtmann, Sippel (7), Weinbörner (1), Bosold (5), Kirsch (4), May, Münker (3), Gaul, Malolepszy (11/4), Grosch, Nechvatal, L. Dimmerling (3).
