„Wir haben unsere Gewerbekunden eingeladen, um ihnen einfach mal wieder einen schönen Abend zu bieten“, erklärte Jonas Peter aus dem Marketing von Enders. Gleichzeitig sollte die Veranstaltung zeigen, welche Möglichkeiten die Elektromobilität inzwischen gerade bei leichten Nutzfahrzeugen bietet. Denn vielen Unternehmen sei noch gar nicht bewusst, welche wirtschaftlichen Vorteile ein elektrischer Transporter haben könne.
Dass Nutzfahrzeuge längst nicht mehr nur Fahrzeuge von der Stange sind, wurde bereits bei einem Rundgang durch die Ausstellung deutlich. Im Innenbereich und vor dem Gebäude standen zahlreiche Spezialumbauten, darunter Kühlfahrzeuge, Kofferaufbauten und individuelle Lösungen für unterschiedliche Branchen. „Das sind alles Einzelstücke und Sonderanfertigungen“, sagte Peter. Die Fahrzeuge würden jeweils auf die Anforderungen der Unternehmen und deren Einsatzbereiche zugeschnitten.
Der besondere Blickfang war jedoch der neue Renault Trafic. Enders hatte das Fahrzeug eigens bei Renault angefragt und erhielt tatsächlich die Gelegenheit, es nach einem Messeauftritt in Norddeutschland nach Fulda zu holen. „Wir sind der erste deutsche Händler, der das Fahrzeug ausstellen und präsentieren darf“, freute sich Peter.
Was den neuen Transporter auszeichnet, erläuterte Frank Teichmann, Verkaufsleiter des Renault-Betriebs im Autohaus Ehrlich in Würzburg. Besonders bemerkenswert sei die 800-Volt-Ladetechnologie. Nach seinen Angaben handelt es sich um das erste Nutzfahrzeug auf dem deutschen Markt mit dieser Technik. Der Trafic verfügt über eine Batterie mit 87 Kilowattstunden. Damit soll sich der Ladezustand von 20 auf 80 Prozent innerhalb von rund 20 Minuten erhöhen lassen.
Gerade für Unternehmen, deren Fahrzeuge täglich im Einsatz sind, könne das ein entscheidender Vorteil sein. Lange Ladezeiten bedeuten schließlich häufig auch Standzeiten. „Damit dürften einige der letzten Reichweiten- und Zeitbedenken in der Elektromobilität ausgeräumt werden“, erklärte Teichmann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Software des Fahrzeugs. Der neue Trafic sei vollständig softwarebasiert entwickelt worden. Dadurch könnten individuelle Auf- und Umbauten sowie spezielle Softwarelösungen stärker in die Fahrzeugarchitektur integriert werden. Das sei beispielsweise für Kühlfahrzeuge, Fahrzeugeinrichtungen oder besondere Anforderungen von Energieversorgern interessant.
Auch bei der Ausstattung soll der Transporter einiges bieten: Dazu zählen ein Infotainmentsystem, Google-Navigation mit Routenplanung und eine integrierte Akku-Vorklimatisierung. Neben dem Kastenwagen in zwei Fahrzeuglängen soll der Trafic im kommenden Jahr auch als Fahrgestell erhältlich sein. Das eröffne weitere Möglichkeiten für individuelle Aufbauten und den innerstädtischen Lieferverkehr.
Nach der Begrüßung durch Peter Enders stand zunächst der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Matthias Born von VanSelect und Frank Teichmann wurde in einer Keynote über die Herausforderungen und Chancen der Elektromobilität bei Nutzfahrzeugen gesprochen. Dabei ging es unter anderem um Wirtschaftlichkeit, Kosten und mögliche Förderungen beziehungsweise Ausnahmeregelungen sowie die THG-Prämie.
Der Abend sollte aber bewusst mehr sein als eine reine Informationsveranstaltung. „Es soll vor allem eine Veranstaltung sein, bei der sich unsere Kunden wohlfühlen“, betonte Peter. Neben dem fachlichen Input standen deshalb auch persönliche Gespräche und das Netzwerken im Mittelpunkt. Bei Essen von „T-BORN finest BBQ“ aus Fulda bot sich den Gästen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu pflegen.
So verband der Gewerbeabend bei Enders Automobile den Blick auf neue Fahrzeugtechnik mit dem Austausch zwischen Unternehmen. Der neue Renault Trafic lieferte dafür einen besonderen Anlass – und zeigte, welche technischen Möglichkeiten künftig auch im gewerblichen Alltag eine Rolle spielen könnten.
