Der hessische Wirtschafts- und Bauminister sowie stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori (SPD) überreichte den entsprechenden Zuwendungsbescheid an Lauterbachs Bürgermeister Holger Marx. Bei einem Besuch vor Ort machte sich der Minister zudem ein Bild von den Auswirkungen des Feuers. Ende Juli waren mehrere historische Fachwerkhäuser in der Altstadt schwer beschädigt worden. „Ein Brand verändert eine Stadt, aber er definiert sie nicht“, sagte Mansoori. Lauterbach erhalte die notwendige Unterstützung, um die Schäden zu bewältigen und gleichzeitig Orte zu stärken, an denen Menschen zusammenkommen. Die Städtebauförderung solle dazu beitragen, öffentliche Räume aufzuwerten, Begegnungsorte zu schaffen und die Altstadt besser an heiße Sommer anzupassen.
Neue Perspektiven für die Altstadt
Das betroffene Gebiet „Kernstadt Lauterbach“ war bereits im vergangenen Jahr in das Bund-Länder-Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ aufgenommen worden. Die diesjährigen Fördermittel in Höhe von 912.000 Euro sollen sowohl bei der Bewältigung der Brandfolgen als auch bei weiteren Vorhaben zur Entwicklung der Kernstadt helfen.
Geplant ist unter anderem ein neuer Treffpunkt an der Lauter. Dieser soll einen besseren Zugang zum Fluss ermöglichen und ihn als Aufenthalts- und Erholungsort attraktiver machen. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Klimaanpassung unterstützt.
Bürgermeister Holger Marx sieht die Förderung als wichtigen Baustein für die Zukunft der Stadt: „Nach dem Großbrand stehen wir vor der Aufgabe, unsere Altstadt wieder aufzubauen und neue Perspektiven für die betroffenen Bereiche zu schaffen.“ Zugleich müsse Lauterbach auf steigende Temperaturen vorbereitet werden. Öffentliche Räume sollten auch an heißen Sommertagen eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Marx bedankte sich für die Unterstützung durch Bund und Land.
Das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Kommunen bei der Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadt- und Ortsteile. Neben baulichen Maßnahmen stehen dabei auch soziale Angebote, Integration und die Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts im Mittelpunkt.
