Lokales FD 04.11.2026

Messe Tempor Expo läuft – Innovative Lösungen werden präsentiert

Fulda (gü/pm) – In Fulda läuft seit Mittwochvormittag die Fachmesse Tempor Expo auf dem Messegelände Galerie. Über 100 Aussteller aus acht Ländern präsentieren dort an zwei Tagen innovative Lösungen für Veranstaltungen, Bau, Industrie und Bevölkerungsschutz. Zur Eröffnung waren unter anderem Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck und Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld gekommen.

Foto: HMdI, Klaus Mendrzick

Fotos: Sabrina Gram.

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr geht die Fachmesse für Zelte, temporäre Infrastruktur und Equipment in die zweite Runde und bringt in Fulda wieder Hersteller, Dienstleister, Planer und Entscheider aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen zusammen, denn die Einsatzbereiche sind vielfältig. Ob Musikfestival, Messe, Baustelle, großes Fest oder Einsatz im Bevölkerungsschutz – Zelte, Container, Leichtbauhalten, Böden, Bühnen- und Veranstaltungstechnik, Beleuchtung, Mobiliar, mobile Sanitäranlagen, Heizsysteme, Energieversorgung und mehr werden in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen benötigt.

Poseck ging in seiner Rede vor allem auf den Aspekt des Bevölkerungsschutzes ein. Die Systeme würden eine wichtige Rolle spielen, wenn es um die Bewältigung von Krisen und Katastrophen sowie die Unterbringung von Menschen in Notlagen gehe. Der Minister betonte in seiner Rede: „Hochwasser und Starkregen haben uns in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, wie schnell erhebliche Schäden entstehen und ganze Regionen vor große Herausforderungen gestellt werden können. Auch andere Krisen können dazu führen, dass öffentliche Einrichtungen, Gebäude oder wichtige Versorgungsstrukturen plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Fähigkeit, darauf schnell und wirksam zu reagieren, entsteht nicht erst im Ernstfall. Sie ist das Ergebnis langfristiger Vorbereitung, abgestimmter Abläufe und einer Ausstattung, die den Anforderungen der Praxis gerecht wird.“

Weiter führte der Minister aus: „Wenn eine Einsatzlage zusätzliche Führungs- und Arbeitsräume erfordert, wenn Menschen vorübergehend geschützt untergebracht werden müssen oder wenn bestehende Versorgungskapazitäten nicht ausreichen, leisten mobile und modulare Systeme einen entscheidenden Beitrag. Zelte, Container, Sanitäranlagen, Beleuchtung, Heizung und Energieversorgung entfalten ihre Wirkung aber erst im abgestimmten Zusammenspiel. Und die beste technische Lösung nützt wenig, wenn sie im entscheidenden Moment nicht verfügbar ist. Beschaffung, Lagerung, Wartung, Transport und Betrieb müssen deshalb von Anfang an mitgedacht werden. Eine besondere Verantwortung tragen wir bei der Unterbringung von Menschen, die infolge einer Krise ihre Wohnungen verlassen müssen. Eine Unterkunft ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Menschen brauchen Schutz vor Witterung, Wärme, sanitäre Einrichtungen, Hygiene und Privatsphäre. Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und andere besonders schutzbedürftige Personen müssen angemessen berücksichtigt werden. Die Qualität einer temporären Unterbringung darf daher nicht allein an der Geschwindigkeit ihres Aufbaus gemessen werden. Gerade bei länger andauernden Lagen wird aus einer kurzfristig gedachten Lösung schnell eine Unterbringung über Wochen oder Monate. Hinter jeder temporären Unterkunft stehen Menschen, deren Alltag sich von einem Moment auf den anderen grundlegend verändert hat. Ihnen Schutz und angemessene Lebensbedingungen zu ermöglichen, muss unser gemeinsamer Anspruch sein.“

Zudem sagte Poseck: „Welche Lösungen sich bewährt haben, wo Engpässe aufgetreten sind und was wir besser machen können, lässt sich nicht allein am Schreibtisch beantworten. Dafür braucht es den Austausch zwischen Behörden, Einsatzkräften und den Unternehmen, die diese Systeme entwickeln und bereitstellen. Eine Fachmesse wie die Tempor Expo bietet dafür einen hervorragenden Rahmen. Die Unternehmen dieser Branche schaffen Lösungen, die unter außergewöhnlichen Bedingungen funktionieren müssen und helfen dabei, Einsatzfähigkeit, Versorgung und Unterbringung sicherzustellen. Dafür danke ich ihnen ausdrücklich. Lassen Sie uns diese Partnerschaften weiter vertiefen und gemeinsam daran arbeiten, unseren Katastrophenschutz zu stärken und Menschen in Krisen wirksam zu unterstützen.“