Gerade einmal fünf Wochen alt war Dagi, als sie ganz allein und schreiend im Wald gefunden wurde. Sie litt unter massivem Schnupfen und einer schweren Augenentzündung. Ihr Auge war so stark geschädigt, dass es sogar zu platzen drohte. Es folgten intensive Pflege, eine Operation und drei Wochen Quarantäne. Heute ist ihr Auge zwar stark getrübt, doch es muss vorerst nicht entfernt werden. Ohne Hilfe hätte die kleine Dagi vermutlich nicht überlebt. Sie hatte Glück, dass sie rechtzeitig gefunden wurde. Doch unzählige andere Kätzchen bleiben unentdeckt.
Streunerkatzen stammen häufig von unkastrierten Hauskatzen ab. Sie kämpfen täglich mit Hunger, Krankheiten und Parasiten. Viele überleben nicht einmal ihr erstes Lebensjahr. Unkastrierte Katzen vermehren sich unkontrolliert. Jede Kastration hilft, weiteres Leid zu verhindern und die Zahl der Straßenkatzen langfristig zu verringern. Die Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, ihnen bekannte Streunerkatzen bei ihrem zuständigen Tierschutzverein zu melden und die Kastrationsaktion am 24. November zu unterstützen. So können sie dabei mithelfen, zu verhindern, dass weitere Katzen unter schlechten Bedingungen aufwachsen müssen.
