Im Jahr 1946 trafen sich die sechs Wohlfahrtverbände in Hessen, um gemeinsam der Not der Nachkriegszeit zu begegnen. Diese unterstützen bis heute Menschen in schwierigen Lebenslagen, schaffen Teilhabemöglichkeiten und begleiten sie durch Krisen und Umbrüche. Gleichzeitig bringen sie die Erfahrungen aus der Praxis in politische Entscheidungsprozesse ein und setzen sich für gute Rahmenbedingungen in Bereichen wie Pflege, Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Migration und Armutsbekämpfung ein.
„Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er braucht Orte, an denen Menschen Unterstützung finden, Vertrauen erleben und Teilhabe erfahren. Genau diese Aufgabe erfüllen die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege seit 80 Jahren. In Zeiten großer Veränderungen wird diese Rolle noch wichtiger", sagte Juch in seiner Ansprache. Der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein hob die Bedeutung der Freien Wohlfahrtspflege für Hessen hervor: „Ein starkes Hessen braucht eine starke soziale Stimme. Dafür steht die Liga seit 80 Jahren. Als Mahnerin und Mitgestalterin bringt sie die Praxiserfahrung ihrer Mitgliedsverbände in die Sozialpolitik ein. Denn politische Entscheidungen müssen sich daran messen lassen, ob sie den Alltag der Menschen verbessern. Mit ihren vielfältigen Angeboten unterstützen die Wohlfahrtsverbände Menschen in schwierigen Situationen, ermöglichen Teilhabe und stärken sie darin, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Allen, die sich dafür haupt- und ehrenamtlich engagieren, gilt mein herzlicher Dank“, sagte der Regierungschef.
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen warf auch einen Blick in die Zukunft, denn weiterhin versteht sie sich als starke Stimme der sozialen Praxis und Anwältin für Menschen mit Unterstützungsbedarf. „Die Freie Wohlfahrtspflege steht immer wieder vor Herausforderungen. Diesen begegnen wir, die sechs Verbände in Hessen, auch in Zukunft gemeinsam“, sagte Juch.
