Fußball 06.11.2026

Gruppenliga – Es geht um den „letzten Atemzug“: Duell im Tabellenkeller

Osthessen (sim) – Im Tabellenkeller geht es um wichtige Punkte – und um eine besondere Familiengeschichte: Wenn die SG Dittlofrod/Körnbach am Freitagabend (19.30 Uhr) die SG Johannesberg empfängt, sollte es eigentlich auch zum Bruderduell an der Seitenlinie kommen. Doch ob Dittlofords Trainer Marko dabei sein kann, ist offen. Am Sonntag wartet auf den SC Borussia Fulda derweil eine ganz andere Herausforderung. Mit dem SV Hofbieber gastiert ein formstarker Tabellendritter in Fulda.

Foto: Silas Messing.

Letzter gegen Vorletzter – für beide Mannschaften steht einiges auf dem Spiel. Dittlofrod/Körnbach hat elf Punkte auf dem Konto, Johannesberg liegt mit 13 Zählern nur knapp davor. Ein Sieg könnte im Abstiegskampf ein wichtiges Signal setzen. Dazu kommt die besondere Konstellation auf den Trainerbänken: Eigentlich sollte es zum Brüderduell zwischen Johannesbergs Zeljko Karamatic und Dittlofrod/Körnbachs Marko Karamatic kommen. Ob dieser aus privaten Gründen dabei sein kann, ist allerdings noch fraglich.

„Schöner wäre fünfter gegen sechster, aber es ist halt so“, sagt Zeljko Karamatic mit Blick auf die Tabellenkonstellation. Der Johannesberger Trainer hat mit seiner Mannschaft zuletzt versucht, den Kopf freizubekommen. Nach zwei absolvierten Spielen unter seiner Leitung sei er mit der Entwicklung zufrieden. „Die Einstellung muss stimmen, das hat bis jetzt geklappt.“ Nun soll seine Mannschaft auch in Dittlofrod befreit aufspielen. Einfach wird das nicht: „Markos Mannschaft ist zu Hause stark und braucht auch Punkte.“

Die familiäre Verbindung soll für 90 Minuten allerdings keine Rolle spielen. „Wir verstehen uns sehr gut, aber die 90 Minuten schalten wir das aus. Nach den 90 Minuten sind wir dann wieder füreinander da“, erklärt Karamatic.

Auch bei den Gastgebern ist die Bedeutung der Partie längst angekommen. Co-Trainer Pece Bosevski spricht von einem Duell, in dem es um den „letzten Atemzug“ gehe. Verletzungsprobleme hätten die Mannschaft zuletzt zwar ausgebremst, die Stimmung sei dennoch gut. „Wir haben die Woche gut trainiert. Die Mannschaft ist motiviert und heiß.“ Aufgeben komme ohnehin nicht infrage: „Egal, wie schwer es uns fällt, wir werden nie aufgeben. Wir werden versuchen, den Fahrstuhl wieder nach oben zu bewegen.“

Mit einer leicht veränderten Herangehensweise will Dittlofrod/Körnbach den nächsten Schritt machen und vor heimischer Kulisse ein Zeichen setzen. „Wir wollen am Freitag ein Megaspiel zu Hause mit den Fans abliefern“, sagt Bosevski. Die Lage sei allen bewusst, ebenso die Bedeutung der Begegnung. „Wir wissen, dass es so ein wenig die letzte Chance ist, aber wir sind guter Dinge. Das Ergebnis steht in den Sternen, aber wir wollen nach den Sternen greifen.“

Die Borussia hat sich zuletzt ordentlich Luft verschafft. Aus den vergangenen drei Spielen holte die Mannschaft von Trainer Marcel Mosch sieben Punkte und steht mit 21 Zählern auf Rang neun. Nun wartet allerdings ein Gegner, der derzeit kaum zu stoppen ist: Der SV Hofbieber ist seit sechs Ligaspielen ungeschlagen, die vergangenen vier Partien gewann der Tabellendritte allesamt.

Mosch sieht seine Mannschaft dennoch keineswegs chancenlos. „Wir gehen sehr positiv damit um. Wir wussten, was uns erwarten wird. In dieser Liga kann man nicht planen, wohin die Reise geht. Alles ist eng und kompakt.“ Die jüngsten Ergebnisse hätten gezeigt, dass die Borussia auch gegen starke Gegner bestehen könne. Das gilt aus seiner Sicht ausdrücklich für Hofbieber. Beim Hinspiel habe seine Mannschaft sogar gewinnen müssen. „Meine Jungs wissen, dass sie auch Hofbieber schlagen können.“

Dafür müsse die Borussia allerdings wieder an ihre Leistungsgrenze gehen. „Die Jungs wissen, dass sie jedes Spiel mit 100 Prozent angehen müssen. Wenn wir das schaffen, können wir jeden schlagen“, betont Mosch. Personell gibt es zwar einige angeschlagene Spieler, größere Ausfälle zeichnen sich aber nicht ab.

Der Trainer weiß um die Unberechenbarkeit der Gruppenliga, die für ihn gerade einen besonderen Reiz ausmacht. „Du kannst jeden schlagen und gegen jeden verlieren. Ich habe schon einiges mitgemacht, aber das ist echt eine verrückte Liga. Es macht riesig Spaß.“

 

Gruppenliga 

 

Freitag

19.30 Uhr
SG Dittlofrod/Körnbach – SG Johannesberg

 

Samstag

14:30 Uhr
SG Niederaula/Kerspenhausen – TSG Lütter
SG Huttengrund – SG Eiterfeld/Leimbach

15 Uhr
SG Freiensteinau – SG Oberzell/Züntersbach

 

Sonntag

14:30 Uhr 
SC Borussia Fulda – SV Hofbieber
SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – SG Sickels
TSV Künzell – SV Neuhof