Lokales FD 01.11.2026

Großer Andrang und schaurig-schöne Stimmung in der Rhön – Fotos

Tann-Neustädtges (sk) – Blutige Gestalten, unheimliche Geräusche und insgesamt 25 überwiegend animierte Figuren verwandelten das beschauliche Anwesen Neustädtges 4 zu Halloween wieder in eine wahre Welt des Schreckens. Zum bereits vierten Mal öffnete die Familie Krankemann pünktlich zum Gruselfest die Pforten zu ihrem privaten, aufwendig gestalteten Horrorpark – und die Resonanz der Besucher war überwältigend.

Buh! Foto: Stefan Krug

Das Fest steht heute für eine faszinierende Mischung aus alter Tradition und moderner Popkultur: Ursprünglich geht Halloween auf das keltische Fest „Samhain“ im alten Irland zurück. Die Kelten feierten damit das Ende des Sommers und glaubten, dass in dieser Nacht die Grenze zur Unterwelt besonders durchlässig sei und Geister auf die Erde zurückkehrten. Um die bösen Dämonen abzuschrecken, verkleideten sie sich mit furchteinflößenden Masken. Über irische Auswanderer gelangte der Brauch in die USA, entwickelte sich dort zum heutigen Spektakel weiter und begeistert längst auch die Menschen hierzulande.

Dass die Rhön in dieser Gruselnacht etwas ganz Besonderes zu bieten hat, bewies die Familie Krankemann einmal mehr eindrucksvoll. Die monatelange Vorbereitung und der intensive Aufbau haben sich vollends ausgezahlt. Organisatorin Denise Krankemann, die das Projekt gemeinsam mit ihrer Familie aus purer Leidenschaft realisiert, zeigte sich mit dem Verlauf und dem enormen Besucherandrang mehr als zufrieden. Vor allem die neuen Attraktionen, wie der schaurige Operationssaal mit dem unheimlichen Doktor und der blutigen Leiche, erwiesen sich als absolute Publikumsmagneten.

„Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue, erst recht auf die Gesichter der Leute“, resümierte eine glückliche Denise Krankemann im Rückblick auf die leuchtenden und erschrockenen Augen der großen und kleinen Gruselfans. Neben den aufwendigen Lichteffekten und Kulissen sorgten eine eigene DJ-Ecke und als Überraschung schaurige Musik mit einer Tanzeinlage beim ersten Einlass für ausgelassene Stimmung.

Obwohl der Eintritt traditionell komplett kostenlos blieb, zeigten sich viele Besucher am Ende des Zelt-Tunnels spendenbereit. Die freiwilligen Beiträge fließen direkt in die Anschaffung neuer Figuren für das nächste Jahr – denn nach diesem erfolgreichen Abend steht für Krankemann und ihr Team fest: Das Gruseln in Tann geht definitiv in die nächste Runde. Für die erschöpften, aber glücklichen Veranstalter gilt am Ende das humorvolle Tagesmotto: „Habt Spaß – wer stirbt, wird zu Deko!“

Horrorhaus in Tann-Neustädtges. Fotos: Stefan Krug