Die Stadt Fulda hat die Analyse FAVOR beauftragt, die am Fachbereich Gesundheitswissenschaften der Hochschule Fulda durchgeführt wird. Im Mittelpunkt stehen die Einschätzungen und Erfahrungen niedergelassener Fachärzte. Mithilfe der Untersuchung möchte die Stadt die Entwicklung der medizinischen Versorgung in der Region aktiv begleiten und mögliche Handlungsbedarfe frühzeitig erkennen.
„Auch wenn die Zuständigkeit für die ambulante ärztliche Versorgung bei der Kassenärztlichen Vereinigung liegt, wollen wir als Stadt selbst aktiv werden. Entscheidend sollte nicht allein die rechnerische Versorgungslage sein, sondern auch, wie gut die Menschen tatsächlich Zugang zu fachärztlicher Behandlung erhalten“, sagt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Bürgermeister Dag Wehner ergänzt: „Wir freuen uns insbesondere über Rückmeldungen von niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten, denn sie kennen die Herausforderungen der ambulanten Versorgung aus erster Hand.“
Die wissenschaftliche Untersuchung steht unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Greß. Studierende befragen noch bis zum 30. November niedergelassene Fachärzte in Stadt und Landkreis Fulda aus den Bereichen Augenheilkunde, Chirurgie und Orthopädie, Dermatologie, Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie, Gynäkologie, Urologie sowie Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Erfasst werden unter anderem die aktuelle Versorgungssituation, die Organisation des Praxisalltags und die Terminvergabe. Auch Herausforderungen wie Personalengpässe und bürokratische Anforderungen sowie mögliche Verbesserungsansätze werden thematisiert. Eine möglichst breite Teilnahme soll aussagekräftige Erkenntnisse über die fachärztliche Versorgung in der Region ermöglichen.
Zusätzlich zur Online-Befragung führt das Projektteam vertiefende Interviews mit niedergelassenen Fachärzten aus Stadt und Landkreis Fulda. Die Gespräche dauern etwa 45 bis 60 Minuten und können persönlich oder per Videokonferenz stattfinden. Die Teilnahme ist freiwillig und wird mit einer kleinen Aufwandsentschädigung honoriert. Sämtliche Angaben werden für die Auswertung pseudonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.
Auch Patienten aus Stadt und Landkreis Fulda können weiterhin ihre Erfahrungen einbringen. Dabei wird vor allem erfragt, wie sie den Zugang zur fachärztlichen Versorgung erleben – etwa bei der Terminvereinbarung oder der Suche nach einer geeigneten Praxis.
Interessierte Fachärzte können sich bis zum 30. November bei Projektleiter Prof. Dr. Stefan Greß unter Telefon 0661/9640-6380 oder per E-Mail an favor@hs-fulda.de melden.
Die Umfragen sind online erreichbar:
- Für Fachärzte: Zur Umfrage
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