Handball 01.11.2026

Frauen – TV Hersfeld gewinnt emotionales Topspiel – HSG fehlen Kräfte

Osthessen (pf) – Torreiche Partien am Wochenende bei den Handballerinnen aus Osthessen: Der TV Hersfeld marschiert weiter durch die Frauen-Oberliga Nord und feierte einen spektakulären 41:39 (20:15)-Auswärtssieg gegen die HSG Ahnatal/Calden im Topspiel. Großenlüder/Hainzell zog den Kürzeren gegen die zweite Mannschaft aus Bad Wildungen, und in der Süd-Staffel hatte der TV Flieden schon am Freitagabend knapp gegen Langenselbold verloren.

Die Frauen des TV Hersfeld nach dem Topspiel-Sieg in Calden. Foto: Verein

Oberliga Nord

Ahnatal/Calden – TV Hersfeld 39:41 (15:20)

Der TV Hersfeld hat das Topspiel bei der HSG Ahnatal/Calden nach einem wilden Schlagabtausch am Samstagabend für sich entschieden: „Es war ziemlich emotional am Ende“, schilderte TVH-Trainerin Sanja Fabijanic. Sie hatte nur neun Feldspielerinnen dabei, die von Beginn an auf die Tube drückten und dem Gast eine deutliche Führung herausschossen. „Wir haben gut reingefunden und haben durchweg geführt, zur Halbzeit waren wir fünf Tore vorne. Aber 15 Minuten vor Ende kam dann eine Schwächephase“, so die Trainerin. Aus einem deutlichen Vorsprung wurde plötzlich ein 31:30 (48.), danach entwickelte sich eine absolut spannende Endphase, in der Hersfeld zwar den knappen Vorsprung verwaltete, sich aber die kleine Bank bemerkbar machte. „Wir hatten keine Wechselmöglichkeit mehr, Kraft und Konzentration haben gefehlt. Gott sei Dank haben wir es aber wieder in den Griff bekommen und unsere beiden Torhüterinnen haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Fabijanic nach der wilden Schlusssequenz. „Am Ende war der Sieg verdient. Es war ein sehr spannendes Spiel, ein guter Gegner. Das hat Spaß gemacht“. Obendrauf darf sich der TVH nun über die alleinige Tabellenführung mit sechs Siegen aus sechs Partien freuen, denn Verfolger Reichensachsen spielte am Sonntag gegen Wollrode nur unentschieden.

TV Hersfeld: L. Raguse (7/1), Berk (2), Teichmann (8), Berg (2), Köhler, Fischer (9), Niering (3), Fennel, Lucas (9/2), Willems (1), Eimer.

 

Großenlüder/Hainzell – Bad Wildungen Bergheim II 31:40 (16:19)

Unglaublich: Die HSG Großenlüder/Hainzell kassierte eine deutliche Pleite, dabei stand gut zwölf Minuten vor dem Ende noch ein 27:28 auf der Anzeige – es war alles offen. „Wir haben super mitgehalten, die Mädels haben gut gespielt bis zur Schlussphase. Leiderhaben uns die Körner am Ende gefehlt“, sagte Trainer Liviu Pavel. Die Bank der Gäste sei deutlich breiter und qualitativer besetzt gewesen – „da hat man keine Unterschiede gesehen, wenn sie getauscht haben“. Obendrauf fehlen Pavel immer wieder Spielerinnen, diesmal meldete sich Debora Schwarz morgens vor dem Spiel beim Coach ab, der anerkennen musste: „Bad Wildungen hat eine erfahrene Mannschaft“. Lisa Peppler und Lea Schmitt wurden dazu in Manndeckung genommen, was den Gastgeberinnen zusätzliche Probleme bereitete.

Großenlüder/H.: Frodl, H. Möller, Sippel, Dietrich, Bickert, Jordan, Wiegand (4), L. Möller (1), Hartmann (1), Feldmann, Kaub (4), Schmitt (7/4), Elsing (5), Peppler (9), Otterbein.

 

Oberliga Süd

TV Flieden – TV Langenselbold 31:33 (19:17)

Schon am Freitagabend verpasste der TV Flieden knapp einen Punktgewinn in der Frauen-Oberliga Süd: Gegen Langenselbold entwickelte sich ein enges Spiel, in dem die Gastgeberinnen aber nach und nach die Oberhand gewannen und zwischenzeitlich mit drei Toren führten. Auch nach der Halbzeitpause war Flieden zunächst im Vorteil, ließ die Gäste aber immer wieder herankommen. Gut vier Minuten vor dem Ende übernahm dann Langenselbold mit 30:29 die Führung, und lag wenig später mit zwei Treffern vorne. Flieden versuchte nochmal alles, dazu gab es 45 Sekunden vor Ende noch zwei Minuten gegen die Gäste, doch der TVF verpasste den Ausgleich in der Schlussminute. Stattdessen machte der Gegner mit dem letzten Angriff alles klar.

TV Flieden: Kraft, Hilb, Flauger, T. Bagus (8), Kros (2), Kleinhenz, Reichenauer, Hölzinger (10/4), Junk, Yasar (3), Pappert (2), C. Bagus, Lehmann (6).