Männer
Regionalligist TV Hersfeld hat die nächste Aufgabe am Sonntag vor sich, wenn um 17.30 Uhr das Auswärtsspiel bei der TuSpo Obernburg auf dem Plan steht. Ein Spiel konnte der TVH bisher ziehen – es war der Auftakt gegen Hüttenberg II, seither gab es fünf Niederlagen. „Aber das waren Top-Mannschaften, die oben dabei stehen“, weiß Trainer Michael Stock, der sich nun durchaus mehr erhoffen darf: Denn mit Obernburg wartet der Tabellenletzte, der tatsächlich noch gar keinen Sieg auf dem Konto hat, aber immerhin schon zwei Unentschieden. Es ist also ein völlig offenes, aber richtungsweisendes Kellerduell für beide Mannschaften. „Jetzt kommen ohnehin einige Gegner, die im Mittelfeld oder weiter unten stehen“, so Stock. Auch gegen die eine oder andere starke Mannschaft sah der Aufsteiger gut aus – nun kann sich Hersfeld von Leistungen allein nichts mehr kaufen. „Es heißt, Mund abwischen und Punkte zu holen“.
Richtig interessant wird es für die HSG Großenlüder/Hainzell: Das Team steht nach acht Spieltagen auf Platz drei, und tritt am Samstag (16.30 Uhr) beim Tabellenführer ESG Gensungen/Felsberg II an, der noch keine Niederlage einstecken musste. „Ich bin erstmal froh, wie es bisher läuft. Wir sind ohne Druck in die Runde gestartet, mussten ein neues System integrieren und wussten selbst nicht so genau, wo wir stehen. Aber es läuft wirklich gut, und das nehmen wir auch gerne alles mit“, sagt Trainer Sebastian Peppler, der betont: „Du musst die Spiele auch erstmal gewinnen. In Ost-Mosheim sind wir letztes Jahr gestolpert und haben es diesmal souverän gemeistert, aber auch die Aufsteiger können alle Handball spielen. Da gibt es keine Laufkundschaft“. Augenscheinlich ist die HSG also schon ziemlich weit. Doch wie weit genau, werden jetzt die nächsten Spiele zeigen: Gensungen II, Külte, Dittershausen, Baunatal – der November hat es in sich, denn alle Lüderer Gegner stehen in der Spitzengruppe oder kratzen daran. Außerdem hat die HSG mit acht Spielen schon mehr absolviert als die Konkurrenz, die vorbeiziehen könnte. „Jetzt wird es echt interessant. Wir freuen uns auf diese nächsten Wochen“, so Peppler, der beim Tabellenführer wieder mit einem vollen Kader planen darf. Gensungen/Felsberg II verfüge über einen starken Unterbau mit der A-Jugend und Jungs, die bei den Männern in der Oberliga – und teilweise auch in der Drittliga-Mannschaft – Erfahrungen sammeln und mittrainieren. „Sie machen da einen guten Job“, lobt der HSG-Trainer, der die Übungsleiter auf der anderen Seite – Philipp Kamm und Hannah Puntschuh – noch aus früheren Jahren kenne. Die erste Mannschaft des Gegners ist in Liga drei spielfrei, entsprechend könnten sich die Hausherren etwas verstärken, doch Peppler ist das erstmal schnuppe: „Am Ende dürfen sie auch nur 16 Leute aufschreiben. Das ist doch auch total legitim, wir würden es nicht anders machen“.
Die Männer des TV Flieden wollen wiederum an ihren tollen Saisonstart anknüpfen: Auch nach der spielfreien Woche steht der Aufsteiger auf einem bockstarken dritten Platz in der Oberliga Süd und reist am Sonntag (18 Uhr) zu TuS Griesheim.
Frauen
Derbyzeit in der Festspielstadt: Die Frauen des TV Hersfeld sind am Samstag ab 19 Uhr nicht nur haushoher Favorit, sondern auch Gastgeber für die HSG Großenlüder/Hainzell. Nach dem emotionalen Erfolg im Topspiel bei Ahnatal/Calden steht der TVH weiter ohne Makel an der Tabellenspitze der Oberliga Nord. Sechs Siege aus sechs Partien sprechen eine klare Sprache, und Trainerin Sanja Fabijanic nimmt mit ihrem Team natürlich die Favoritenrolle an. „Neues Spiel, neuer Gegner. Der Sieg letzte Woche hat natürlich für die Köpfe gutgetan und wir wollen das Selbstvertrauen jetzt mitnehmen und versuchen, zuhause die nächsten Punkte zu holen“. Auf der anderen Seite macht die HSG Großenlüder/Hainzell ein schwieriges Jahr mit personellen Engpässen durch – Trainer Liviu Pavel hat entsprechend seine eigene Herangehensweise und denkt auch schon an die Zukunft: „Das wird natürlich sehr schwer für uns – Hersfeld wird mit Reichensachsen um den Aufstieg kämpfen. Wir wollen gegen diese Gegner gut aussehen und bestmöglich mithalten. Sobald das aber nicht mehr funktioniert, gibt es mehr Spielanteile für die zweite Garde“. Das begründet der Trainer schlichtweg damit, „dass alle trainieren, fleißig sind und immer da sind. Alle haben Spaß am Handball – da wäre es schade, wenn sie nicht spielen, nur weil der Trainer etwas anderes will“.
Die Frauen des TV Flieden spielen derweil in der Oberliga Süd ebenfalls am Samstagabend ihr Heimspiel gegen die HSG Riedstadt. Anwurf im Königreich ist um 19.45 Uhr. Mit Riedstadt kommt der aktuelle Tabellenneunte zum noch sieglosen Schlusslicht.
