Gemeinsam mit dem Fuldaer Zentrum für Unternehmensführung und Unternehmensgründung (FU^3) der Hochschule Fulda brachte die Bank Expertinnen und Experten, Unternehmer sowie Entscheidungsträger aus der Region zusammen. Ziel war es, aktuelle Entwicklungen in der nachhaltigen Kreditvergabe praxisnah zu beleuchten und den Austausch zwischen Wissenschaft, Finanzwirtschaft und Wirtschaft zu fördern.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Sebastian Emmert, Vorstand der VR Bank Fulda, und Prof. Dr. Angelika Sawczyn-Müller von der Hochschule Fulda. Beide betonten die Bedeutung eines frühzeitigen Dialogs: Nachhaltigkeit sei ein Thema, das nur im Zusammenspiel aller Akteure erfolgreich gestaltet werden könne. Das Forum wurde von Sawczyn-Müller gemeinsam mit der VR Bank initiiert und hat sich seitdem als Plattform für Zukunftsthemen etabliert.
Neue Anforderungen an Unternehmen
Im Fokus der Vorträge stand die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeitskriterien in der Kreditvergabe. Regulatorische Vorgaben, steigende Erwartungen von Investoren und gesellschaftlicher Druck verändern die Bewertungsmaßstäbe spürbar – auch für Unternehmen in Osthessen.
„Nachhaltigkeit ist kein Gegensatz zu wirtschaftlicher Stärke – sie ist ein Bestandteil davon“, machte Marcel Wehner von der VR Bank Fulda deutlich. Gemeinsam mit Tobias Abel, Bereichsleiter Firmenbank, zeigte er auf, wie ökologische und soziale Aspekte zunehmend systematisch in Kreditprozesse integriert werden. Für Unternehmen bedeute das vor allem mehr Transparenz und die Notwendigkeit, sich frühzeitig mit entsprechenden Anforderungen auseinanderzusetzen.
Wissenschaftlicher Blick trifft Praxis
Einen analytischen Rahmen lieferte Prof. Dr. Kai-Oliver Maurer von der Hochschule Fulda. Er verdeutlichte, dass sich die nachhaltigkeitsorientierte Kreditvergabe zwar auf bekannte Prinzipien stützt, jedoch neue Schwerpunkte setzt. Nachhaltigkeit werde sowohl als Risikofaktor als auch als Chance betrachtet. Für Unternehmen heiße das: Strukturen schaffen und das Thema strategisch verankern.
Wie das konkret gelingen kann, zeigte die Bio Breadness GmbH aus Fulda. Dirk Fiedler und Sabrina Müller gaben Einblicke in die Nachhaltigkeitsstrategie der Bio-Bäckerei, die auf natürliche Zutaten, verantwortungsvolle Produktionsprozesse und einen ressourcenschonenden Energieeinsatz setzt. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Projekt, sondern Teil unserer DNA“, so Fiedler.
Austausch im Mittelpunkt
Neben den Fachvorträgen spielte auch der persönliche Austausch eine wichtige Rolle. Beim gemeinsamen Mittagsimbiss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen zu teilen. Die Atmosphäre war geprägt von Offenheit und dem gemeinsamen Verständnis, dass nachhaltiges Wirtschaften zunehmend zur Voraussetzung für langfristigen Erfolg wird.
„Mit dem NachhaltigkeitsForum schaffen wir einen Raum, in dem Information, Austausch und Praxis zusammenkommen“, erklärte Tobias Abel zum Abschluss. Die VR Bank Fulda verstehe sich als Partner der Region und wolle Unternehmen aktiv durch Transformationsprozesse begleiten.
Teil einer klaren Strategie
Die Veranstaltung unterstreicht die strategische Ausrichtung der VR Bank Fulda, die auf den drei Säulen „Wirtschaftliche Stärke“, „Partner der Region“ und „Attraktivster Arbeitgeber“ basiert. Das NachhaltigkeitsForum ist dabei ein zentraler Baustein, um wirtschaftliche Kompetenz, regionale Vernetzung und Zukunftsorientierung miteinander zu verbinden.
Auch künftig soll der Dialog mit der regionalen Wirtschaft fortgesetzt werden. Weitere Informationen zu Veranstaltungen und aktuellen Themen stellt die VR Bank Fulda online bereit.
