Lokales FD 05.05.2026

von Bredow arbeitet wieder im „First Dates Hotel“ – Tolle Atmosphäre

Fulda/Mallorca (sim) – Wenn im „First Dates Hotel“ die Türen aufgehen, beginnt für die teilnehmenden  Singles ein ganz besonderes Abenteuer – irgendwo zwischen Nervosität, Hoffnung und der vielleicht größten Frage überhaupt: Kann hier die große Liebe beginnen? Für Maximilian von Bredow, der seit mehreren Staffeln Teil des Service-Teams ist, spielt sich diese Suche nach dem Glück nicht nur vor der Kamera ab, sondern auch mitten im Arbeitsalltag.

Fotos: privat.

Foto: Vox.

Der Fuldaer, der inzwischen als Betriebsleiter bei B&B Hotels arbeitet und aus einer Gastro-Familie stammt, kennt beide Seiten: die klassische Hotellerie – und die besondere Welt der aufwendigen TV-Produktion. „Das ist jedes Jahr eine Überraschung“, erzählt er im Gespräch mit der Osthessen-Zeitung. „Man wird immer wieder neu angefragt, es gibt keine Garantie wieder dabei zu sein. Einige werden auch ausgetauscht – das entscheidet der Sender“, erklärt er mit Blick auf das sich immer wieder verändernde Team.

Sein Weg zur Sendung war dabei ursprünglich ein ganz anderer. Eigentlich hatte er sich als Teilnehmer beworben, um selbst die Liebe zu finden. „Dann wurde ich von Roland gefragt, ob ich nicht lieber im Service arbeiten möchte“, erinnert sich von Bredow. Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut. Gedreht wird auf Mallorca, in einem Hotel mitten in den Bergen, in einem Naturschutzgebiet. Gastgeber Roland Trettl und sein Team begleiten die Singles dabei durch ihre Dates. Für die Produktion wird die Anlage komplett umgebaut – mit beeindruckendem Aufwand. „Wir haben rund 170 fest installierte Kameras im Hotel“, sagt er. „Das hat sonst keine Produktion – nicht mal Formate wie Big Brother oder Temptation Island.“ Trotz dieser Dauerbeobachtung versucht das Team, so nah wie möglich an einem echten Hotelbetrieb zu bleiben. „Wir arbeiten ganz normal, sind aber mehr Allrounder und haben vor allem mehr Zeit für die Gäste.“

Genau dieser Faktor unterscheidet das „First Dates Hotel“ von vielen anderen Formaten. Es geht nicht nur um ein schnelles Kennenlernen, sondern um echte Begegnungen. „Wir können intensivere Gespräche führen, auf die Leute eingehen und ihnen die Nervosität nehmen“, erklärt von Bredow. Oft helfen kleine spielerische Momente – etwa eine Runde Badminton oder Tischtennis –, um die anfängliche Anspannung zu lösen. Gedreht wird in Blöcken: etwa zehn Drehtage für acht Folgen. In dieser Zeit entsteht eine ganz eigene Welt. „Man lebt in einer Bubble“, sagt von Bredow: „Und wenn es vorbei ist, ist man richtig traurig. Die Crew wächst total zusammen – obwohl alle aus unterschiedlichen Bereichen kommen.“

Diese besondere Atmosphäre ist für ihn einer der Hauptgründe, warum er immer wieder zurückkehrt. „Ich würde das nicht machen, wenn das Team nicht so geil wäre“, sagt er offen. „Am Ende geht es nicht um die Ausstrahlung oder Aufmerksamkeit – dafür ist die Sendezeit auch zu gering von uns. Es ist wirklich das Miteinander.“ Auch hinter den Kulissen bleibt es spannend. Jeder bekommt nur Ausschnitte der Dates mit – erst am Abend setzt sich das Gesamtbild zusammen. „Das ist wie ein Puzzle. Jeder hat ein paar Infos, und am Ende ergibt sich die ganze Geschichte.“ Gleichzeitig schärft die Arbeit auch den Blick für Menschen. „Man entwickelt eine krasse Menschenkenntnis. Das sind alles echte Menschen – und das merkt man“, erzählt von Bredow.

Authentizität ist dabei der Schlüssel. Wer sich zu sehr verstellt oder nur an die Wirkung vor der Kamera denkt, hat es schwer. „Man muss schon selbstreflektiert sein und die Kameras ausblenden“, sagt von Bredow mit Blick auf die Arbeit, die dort dauerhaft vor der Kamera stattfindet. Für die Teilnehmer hat er einen klaren Tipp: „Wenn man nicht ehrlich ist, funktioniert das nicht. Dann denkt man sich oft: Lass dich doch einfach drauf ein.“ Besonders berühren ihn oft die Geschichten älterer Teilnehmer. „Da freue ich mich immer ein bisschen mehr“, gibt er zu: „Die nutzen ihre Chance – und das ist einfach schön zu sehen.“ Auch er selbst hatte lange überlegt, ob er als Kandidat teilnehmen würde. „Mit 30 denkt man schon mal darüber nach“, sagt er schmunzelnd – geblieben ist er dann aber doch lieber im Service-Team.

Insgesamt läuft aktuell immer montagsabends auf Vox die siebte Staffel des Formats, von Bredow ist seit der vierten dabei. Ob es weitergeht, ist wie immer offen. „Wir erfahren das oft erst über Anfragen der Produktion kurz vor der Veröffentlichung in den Medien“, sagt er. Klar ist aber: Der Aufwand ist enorm – und das Ergebnis für viele Beteiligte etwas Besonderes. Denn trotz Traumkulisse bleibt es Arbeit. „Wir stehen in Arbeitskleidung da, mit Mikrofon und Make-up – das ist nicht so luftig, wie man denkt“, sagt von Bredow. „Aber die Bedingungen und das Team machen das mehr als wett.“ Und genau darum geht es am Ende auch – nicht nur für die Gäste, sondern auch für das Team: um echte Begegnungen. Um kleine Momente, die bleiben. Und manchmal vielleicht sogar um den Anfang einer großen Geschichte – irgendwo zwischen Kamera, Kerzenlicht und einem ersten ehrlichen Lächeln.