Fußball 02.05.2026

Verbandsliga – Sechs-Punkte-Duell für Eichenzell – Derby in Eiterfeld

Osthessen (jah) – Zum Ausklang der englischen Woche geht es für die osthessischen Fußball-Verbandsligisten nochmal um einiges. Am Samstag sind der SV Steinbach, die SG Johannesberg, Eiterfeld/Leimbach sowie Eichenzell im Einsatz – und vor allem für die Britannia und die SGEL geht es noch um einiges, beide Teams stecken nach wie vor im Abstiegskampf. Die Eichenzeller könnten sich mit einem Sieg bei der SG Calden/Meimbressen (Samstag, 15 Uhr) allerdings den vielleicht vorentscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt gehen.

David Heil trug mit vier Treffern in den letzten zwei Partien maßgeblich zum Eichenzeller Höhenflug bei. Foto: Natalia Lindt

Die Form im Duell mit den Nordhessen spricht klar für Eichenzell – kein Team der Liga war im April so erfolgreich wie die Elf von Heiko Rützel, 16 von 18 möglichen Punkten heimste die Britannia ein, lediglich beim 2:2 in Flieden ließ die Britannia zwei Zähler liegen. Calden/Meimbressen auf der anderen Seite teilte zuletzt drei Mal die Punkte, darunter war allerdings auch ein respektables 1:1 gegen die SG Bad Soden. Am Donnerstagabend folgte ein torloses Unentschieden beim OSC Vellmar, einem weiteren Konkurrenten der Eichenzeller im Abstiegskampf. „Für uns war das natürlich das ideale Ergebnis“, erläutert Rützel, dessen Team zeitgleich im Duell mit der SG Johannesberg überhaupt nichts anbrennen ließ. Dennoch warnt der Coach vor dem kommenden Gegner: „Sie haben in Bad Soden Remis gespielt, das zeigt die Qualität, die Calden hat. Sie spielen einfachen, aber erfolgreichen Fußball, vor allem nach vorne. Da müssen wir extrem aufpassen.“ Dennoch ist sich Rützel der Tabellensituation genauestens bewusst – mit einem Sieg in Nordhessen würde die Britannia Calden auf sieben Punkte distanzieren und hätte beste Karten, um auch in der kommenden Saison Verbandsliga-Fußball anbieten zu können. „Vor allem für Calden ist es ein entscheidendes Spiel. Gewinnen wir, sind wir sieben Punkte weg. Das ist für beide sehr, sehr wichtig, wir müssen aber auf der Hut sein und die Sache mit der nötigen Ruhe und Konzentration angehen.“

Noch brenzliger ist die Situation für die SG Eiterfeld/Leimbach: Die Mannschaft von Andjelko Urosevic liegt fünf Punkte hinter Eichenzell und konnte in der Restrunde erst einmal dreifach punkten – nun kommt Schlusslicht Johannesberg an den Eiterfelder Hain (Samstag, 15 Uhr). „Das ist ein Pflichtsieg für uns, da brauchen wir nicht drum herum reden“, nimmt Urosevic kein Blatt vor den Mund: „Wir müssen gewinnen, um nichts anderes geht es.“ Die SGEL war bereits am Mittwoch in Steinbach im Einsatz und hat daher einen Tag länger Pause als die SGJ – vielleicht ein kleiner Vorteil, hofft der Eiterfelder Coach: „Vielleicht haben sie etwas schwerere Beine als wir.“ Dennoch nimmt bei der Spielgemeinschaft das Duell mit dem Tabellenletzten niemand auf die leichte Schulter – immerhin habe Johannesberg bereits gezeigt, was sie zu leisten im Stande sind, betont Urosevic mit Hinblick auf das 2:0 der SGJ gegen Spitzenreiter Kassel am vergangenen Sonntag: „Dieses Ergebnis hat die ganze Liga geschockt. Dennoch zählt nur der Sieg für uns, gerade gegen Mannschaften, die hinter uns stehen. Nur mit Unentschieden kommt man einfach nicht weiter. Aber wir sind gewarnt.“ Die Johannesberger auf der anderen Seite fielen nach dem Sensationssieg beim 0:4 in Eichenzell am Donnerstagabend in alte Muster zurück – und obendrein holte das altbekannte Verletzungspech die SGJ wieder ein. Patrick Post und Guilherme da Silva mussten vorzeitig runter und werden in Eiterfeld wohl nicht mit dabei sein, dazu ist auch Keanu Schmitt angeschlagen. „In Eichenzell sah das personell ganz gut aus, mit den Verletzten wird es in Eiterfeld jetzt aber wieder ein gänzlich anderes Spiel. Wir müssen schauen, was wir auf den Platz bringen können“, hadert Trainer André Wohnig, der dazu nach wie vor auf die langzeitverletzten Gent Bislimi, Jona Katusic und den gesperrten Amir Hossini verzichten muss.

Neben dem Trio ist auch der SV Steinbach bereits am Samstag im Einsatz: Für die Elf von Petr Paliatka geht es bei acht Punkten Rückstand auf Bad Soden wohl nur noch um die goldene Ananas, dennoch will der SVS mit einem Sieg im Upland beim SC Willingen zumindest den Druck aufrechterhalten – und könnte mit einem Sieg obendrein der osthessischen Konkurrenz helfen, da auch der SCW mitten im Abstiegskampf steckt.

 

Verbandsliga

 

Samstag

15 Uhr

Eiterfeld/Leimbach – Johannesberg (in Eiterfeld)

Willingen – SV Steinbach

Calden/Meimbressen – Eichenzell (in Calden)

 

Sonntag

12.45 Uhr

Hessen Kassel II – Flieden

15 Uhr

Vellmar – Lichtenauer FV

Dörnberg – TSV Wabern

Wolfhagen – Hofbieber

Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach – Bad Soden (in Kleinalmerode)