Nach dem Erfolg gegen Eiterfeld unter der Woche blieben die Steinbacher erneut ohne Gegentor. Dabei reichten im Upland eine starke erste und eine durchwachsene zweite Halbzeit für den Dreier, der anschließend gefeiert werden konnte, da der Bus direkt in Willingen blieb.
„Die erste Halbzeit war sehr gut von uns. Es war so, wie es sein sollte. Wir haben einfach gespielt und uns vorne Chancen erarbeitet“, sagte Trainer Petr Paliatka zufrieden. Schon früh war sein Team auf der Siegerstraße, Alex Reith setzte die Defensive des SC Willingen unter Druck, eroberte den Ball und legte quer auf Homan Halimi, der die Führung besorgte. Später fand eine Wittke-Hereingabe von links den quirligen Steinbacher Spielmacher in der Mitte, der auf 2:0 stellte. Nach dem Seitenwechsel wurde es etwas überschaubarer. Womöglich auch, „weil wir vielleicht gedacht haben, dass es entschieden ist“, so Paliatka. Auf einmal war Willingen im Spiel drin, nachdem die Gastgeber im ersten Durchgang offensiv kaum sichtbar waren. „Sie hatten ein paar Situationen um den Strafraum herum, aber keine 100-Prozentige. Trotzdem kann da das 2:1 fallen“, gab Paliatka zu. Aber auch Steinbach hatte Gelegenheiten, den Deckel frühzeitig drauf zu machen – es war das einzige, was der Trainer bemängeln musste. Ansonsten kamen alle verletzungsfrei durch die englische Woche, und Paliatka wechselte, wo es nur ging, „damit nicht alle wieder über 90 Minuten gehen mussten“. Platz drei ist damit fixiert, nun wollen die Steinbacher die Zeit zum Durchschnaufen nutzen, denn Mitte Mai wartet noch ein weiterer Wochenspieltag.
Willingen: Wilke; Winkler (33. Cramer), Schilling, Müller (46. Albrecht), J. Vogel, Butz, Bott, Bäcker, Heine, Dicke, Michel.
Steinbach: Pino Puig; Reichmann, T. Wiegand, F. Wiegand, Kehl (73. Paez), Hennighausen, Halimi (46. Kovac), Wittke (65. Hartung), Brähler (46. Ay), Reith, Yanez (79. Riebold).
Schiedsrichter: Torben Ebeling (Eltville)
Tore: 0:1 Homan Halimi (6.), 0:2 Alexander Reith (32.)
Zuschauer: 140
