Hugo Kochanski aus dem Seniorenführungsteam des SV Steinbach kennt den neuen Spieler natürlich bestens: Mit Gudegrund spielte Leonard auf der Landwehr regelmäßig in der KOL Nord gegen die Steinbacher Reserve, und traf in den vergangenen vier Duellen Vergleichen alleine dreimal. „Dadurch, dass unser Trainer ja auch immer mal in der Zweiten aushilft, kannte er ihn auch schon“ – gemeint ist natürlich Petr Paliatka.
Kochanski habe nach dem direkten Duell im Frühjahr das Gespräch mit auf der Landwehr gesucht und gefragt, ob er sich die Aufgabe in Steinbach vorstellen könne. „Er hat um ein paar Tage Bedenkzeit gebeten, sich dann aber für ein Gespräch gemeldet“, freut sich Kochanski. Wenig später herrschte Einigung: „Man hat gleich gemerkt: Der Junge brennt, ist fokussiert und motiviert, auch trotz der Entfernung. Er hat Ehrgeiz“. Beruflich hat es der Neuzugang zumindest nicht ganz so weit und kann von Bad Hersfeld aus abends zum Training nach Steinbach kommen. Auch den Werdegang haben die Steinbacher verfolgt: „Er ist ganz bodenständig, hat alle Jugendmannschaften dort durchlaufen und ist dem Verein auch bei den Senioren treu geblieben“. Eine solche Chance wie beim SV Steinbach wollte auf der Landwehr nun aber nutzen – und kann seine Torjäger-Qualitäten nun im Mühlengrund unter Beweis stellen. Bei 13 Saisontoren steht er aktuell – seine SG Gudegrund wird im Sommer wieder aus der KOL Nord absteigen. Elf und 14 Buden waren es in den Jahren zuvor.
Während Fabian Koch beim SV Steinbach schon verabschiedet wurde, steht mit Moritz Herbig noch ein kurzfristiger Abgang fest: Der Hönebacher wechselt zum ESV zurück, da er den Aufwand nicht mehr betreiben könne – er hat eine Arbeitsstelle in Kassel angenommen. „Wir müssen ihn leider ziehen lassen, aber der ist ein super Typ und hat sportlich wie menschlich hie reingepasst“, so Kochanski. Weiterhin sei Steinbach noch auf der Suche nach einem Innenverteidiger: „Aber es wird schwieriger“, merkt der Funktionär: „Wir sind ja nicht der einzige Verein, der auf junge, talentierte Spieler setzt. Mal sehen, wo sich vielleicht noch eine Tür auftut“. Alex Reith als – mittlerweile – „rechte Hand“ von Trainer Paliatka bleibt derweil in Steinbach. So viel stand fest. Inwieweit das Knie mitspielt, werde sich zeigen. „Aber wir kennen ihn alle, er ist extrem ehrgeizig und wenn er fit ist, hilft er uns am Platz enorm weiter“.
