In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Flieden war gut im Spiel, stand defensiv stabil und kam selbst zu Möglichkeiten, ohne jedoch zwingend zu werden. Folgerichtig ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Halbzeitpause. Kurz nach dem Seitenwechsel folgte dann der Knackpunkt: Nach einer Standardsituation unterlief den Gästen ein individueller Fehler, den Henry Len Eckhardt zur Führung für den Spitzenreiter aus Kassel nutzte (46.). Trotz des frühen Rückschlags blieb Flieden zunächst im Spiel und hielt die Begegnung offen.
In der Offensive fehlte den Gästen jedoch die nötige Durchschlagskraft. „Wir waren eigentlich gut im Spiel und gehen mit 0:0 in die Halbzeit. Dann kriegen wir direkt nach Wiederanpfiff das Gegentor und laufen hinterher“, erklärte Fliedens Trainer Christian Kreß. „Wir haben ein absolut ordentliches Spiel gemacht, aber vorne hat uns der letzte Pass gefehlt und hinten bekommen wir die Gegentore durch individuelle Fehler.“ In der Schlussphase sorgte schließlich Silas Hagemann mit dem 2:0 (78.) für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.
Kreß zog dennoch ein gemischtes Fazit: „Wir müssen einfach mal wieder ins Training kommen, aktuell sind viele verletzt. Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, aber uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit.“ Mit Blick auf die kommenden Aufgaben, insbesondere im Kreispokal, gab er sich kämpferisch: „Wir wollen den Turnaround schaffen. Das Halbfinale hat viel Prestige, wir wollen ins Finale. Dafür müssen wir als Mannschaft geschlossen auftreten und die individuellen Fehler abstellen.“
Kassel: Henkel; Wagner, Kersting, Eckhardt, Schmeer, Hofert, Hagemann, Klawonn, Ljatifi, Stegmann, Guel (Pagna, Gehrke, Schönewolf, Lindner, Angong)
Flieden: Stuess; Schöppner, Best, Chahibi, Hilgenberg, Zenuni, Friedrich, Larbig, Alles, Müller, Jasching (Sippel, Manss, Barth)
Tore: 1:0 Henry Len Eckhardt (46.), 2:0 Silas Hagemann (78.)
Zuschauer: 150.
