Die Herangehensweise will wohlüberlegt sein – das weiß auch Sodens Trainer Lars Schmidt nach zwei verlorenen Relegationen in den vergangenen Jahren. „Beim ersten Mal sind uns bis zum Finale fast alle Spieler weggebrochen, andere standen mit einer Zerrung am Platz. Im zweiten Jahr haben wir es besser hinbekommen, dann wurde es durch das 0:1 im Hinspiel gegen Marburg aber schwer“. Diesmal hofft der scheidende Coach, dass alle Akteure bis zum Ende „durchgebracht“ werden können, doch das ist auch von den letzten Saisonspielen in der Liga abhängig: „Bei den Älteren geht es darum, die Belastung hoch genug zu halten, dass sie nicht komplett runterfahren – aber auch nicht zu hoch, dass sie überpacen“.
Bisher habe die Belastungssteuerung gut funktioniert, gibt Schmidt an, dafür musste er zuletzt gegen Eiterfeld/Leimbach (4:2 nach 0:2) in der Defensive umbauen, weil Till Hilchenbach ausfiel: „Wir haben eine andere Grundformation gewählt, das werden wir wohl auch erstmal so beibehalten“, blickt der Trainer auf das Duell am Freitag voraus: „Wir wollen auch alle mit einer gewissen Spielpraxis versehen, um dann zu schauen, was wir machen, wenn es Richtung Relegation geht“. Daniele Fiorentino bekam dabei schon Einsatzzeiten, „weil ich weiß, dass er eine Art hat, die Einfluss nehmen kann“, so Schmidt. Mirza Kovac habe immerhin schon wieder trainieren können.
Gegen die Fuldaer U23 hat Bad Soden zuletzt vier Punktspiele in Folge gewonnen – doch auf solche Bilanzen mag Schmidt nicht viel geben: „Sie haben selbst am Montag gegen Flieden nicht gut performt und werden bei uns anders auftreten wollen“, warnt er stattdessen. Gespielt wird am Freitagabend auf Wunsch der Fuldaer, da die Regionalliga-Mannschaft der SG Barockstadt am Samstag das große Hessenpokalfinale vor der Brust hat. „Welchen Einfluss das hat, weiß ich nicht“, sagt Schmidt, weiß aber gleichwohl, dass die beiden Punktspiele vor der Relegation nicht hergeschenkt werden sollen: „Erfolge lassen sich leichter nach Erfolgen erzielen“. Konkurrent Hessen Kassel II kann dann am Samstag auch offiziell Meister werden, sollte der KSV in Hofbieber nicht überraschend patzen.
Der SV Flieden bleibt drin – so viel ist nun nach der Rechnerei infolge des 4:0-Siegs bei der Barockstadt-U23 klar, als Sebastian Alles überragend aufspielte und an allen Treffern beteiligt war. Doch nach dem Kreispokalsieg und diesem Derbyerfolg soll es das noch nicht gewesen sein für die Buchonia: „Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und auch das letzte Spiel noch gewinnen, um die Saisonleistung vom Vorjahr zu übertreffen“, betont Trainer Christian Kreß. Dort waren es 42 Punkte, nun steht die Buchonia schon bei 41. „Das wäre ein versöhnlicher Abschluss“, so der Coach. Den Platz in Johannesberg kennen die Fliedener schon vom Pokalfinale gegen Neuhof vor einigen Tagen, jetzt geht es allerdings am Freitagabend (19 Uhr) gegen die SG Johannesberg, die sich selbst aus der Verbandsliga vorerst verabschiedet. „Wir haben ja auch ein paar verdiente Spieler, denen wir noch einen Sieg im letzten Spiel bescheren wollen“, ergänzt Kreß mit Blick auf Akteure wie Zeller, Friedrich und Wess.
Letztmals zuhause im Einsatz ist Absteiger SV Hofbieber, der am Samstag (15 Uhr) nur mit einem Coup gegen Hessen Kassel II die Meister-Party der Junglöwen verhindern könnte. Das Hinspiel in Kassel verlor der SVH mit 1:9. Auch der SV Steinbach bestreitet sein letztes Saison-Heimspiel: Nach dem Totalausfall in Calden gilt es nur noch, die Runde versöhnlich und bestenfalls auf Platz drei zu Ende zu bringen. Zu Gast im Mühlengrund ist die SG Klei/Hun/Doh.
Verbandsliga
Freitag
18.30 Uhr
Bad Soden – Barockstadt Fulda-Lehnerz II
19 Uhr
Johannesberg – Flieden
Samstag
14.30 Uhr
Eichenzell – Eiterfeld/Leimbach
15 Uhr
Hofbieber – Hessen Kassel II
SV Steinbach – Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach
TSV Wabern – Calden/Meimbressen
15.30 Uhr
Vellmar – Willingen
16.30 Uhr
Wolfhagen – Lichtenauer FV
