Für SVS-Coach Paliatka war dieses Ergebnis „unglaublich“ – das „geht so nicht“, polterte er. Als Hauptgrund für das Debakel sah er jedoch nicht nur die ungewohnt schwache Defensivleistung, sondern die einmal mehr „schlechte Chancenverwertung“ seiner Mannschaft: „Wir hätten auch 6:6 spielen können, was trotzdem auch nicht der Anspruch gewesen wäre“. Trotzdem wollte Paliatka nicht von Leistungsverweigerung seiner Mannschaft sprechen, für die es nun um nichts mehr geht, da Platz zwei Bad Soden gehört. Der Steinbacher Trainer hob stattdessen er die Offensive des Gegners Calden hervor, die „eiskalt“ war – eine Ausrede für das Ergebnis sei dies dennoch nicht.
Schon in der Anfangsphase der Partie war klar, dass einige Tore fallen würden: Nach 20 Minuten führte die Heimmannschaft bereits 3:0 durch Louis Siebert (7.), Hannes Dittmar (20.) und erneut Louis Siebert (21.). Der schnelle Anschlusstreffer durch David Brähler (22.) wurde nur wenige Minuten später durch Marko Utsch (34.) wieder zu einem Drei-Tore-Vorsprung für die SG. Kurz nach der Pause war es erneut Brähler (48.), der für den SVS verkürzte und die Hoffnung zurückbrachte – doch mal wieder war es Louis Siebert, der seinen Dreierpack schnürte und den alten Abstand wiederherstellte.
Die zweite Halbzeit war jedoch nicht mehr so torreich wie die erste Hälfte. Trotzdem kam Marko Utsch nochmal zum Abschluss und sorgte für das halbe Dutzend – was die SG-Offensive auch schon unter der Woche gegen Dörnberg schaffte. Damit macht das Heimteam einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt, da die SG Eiterfeld/Leimbach parallel verlor.
Calden/M.: Jo. Busch, B. Dittmar, Holst, H. Dittmar (88. Ossman), Bojic (81. Weis), Utsch, Siebert (90.+1 Vogt), Mackewitz, Ja. Busch, Gerdesmeier (46. Gippert), Topalovic (76. Berndt).
Steinbach: Pino Puig; Reichmann (66. Hartung), F. Wiegand, Kehl, Hennighausen (60. Reith), Halimi, Wittke, Herbig, Brähler (60. Ay), Kovac (66. Riebold), Yanez.
Schiedsrichter: Niklas Rüddenklau (Ersen)
Tore: 1:0 Louis Siebert (7.), 2:0 Hannes Dittmar (20.), 3:0 Louis Siebert (21.), 3:1 David Brähler (22.), 4:1 Marko Utsch (34.), 4:2 David Brähler (45.+3), 5:2 Louis Siebert (51.), 6:2 Marko Utsch (62.)
Zuschauer: 120
