In seinem Werk „Deutschlandtour“ beschreibt Kazim seine Reise mit dem Fahrrad quer durch Deutschland entlang großer Flüsse wie Elbe, Rhein oder Donau. Seine Erzählungen sind geprägt von Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und werfen die zentrale Frage nach verbindenden oder trennenden Elementen der Gesellschaft auf. Kazim verstand es, diese Fragen lebendig werden zu lassen. Immer wieder streute der Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer Anekdoten aus seinen Reisen ein, die beim Publikum für Gelächter sorgten. Gleichzeitig gelang es ihm, auch nachdenkliche Themen anzuschlagen, etwa bei den Themen Zugehörigkeit, Identität oder gesellschaftliche Spannungen. Im Anschluss an die Lesung wurde die Ausstellung „Heimat in 20 Facetten“ eröffnet. Auszubildende der Stadt Fulda präsentierten darin ihre persönlichen Zugänge zu dem Thema. An 20 Stationen greifen sie Aspekte wie Sprache, Migration, Tradition und Ausgrenzung auf.
Unter dem Titel „Heimat“ steht zwischen Mai und September ein vielfältiges Programm an, das von Diskussionen über gesellschaftliche Fragen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen reicht und auch den Hessentag begleitet. Ziel ist es, den Begriff Heimat aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und Räume für Austausch und Begegnung zu schaffen.
