„Am Ende steht ein klares 3:0, aber die einzelnen Spiele waren sehr hart umkämpft“, brachte es Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf auf den Punkt.
Im Auftaktmatch hatte Benedikt Duda gegen Deni Kozul gleich mehrere kritische Phasen zu überstehen. „Im ersten Satz lag ich 2:7 zurück, im dritten 5:7, das war ein Hin und her“, schilderte der EM-Finalist, der die Partie dennoch in drei Sätzen für sich entschied und damit den Grundstein zum Erfolg legte: „Ich bin froh, dass ich das gut gelöst habe.“
Schlüsselspiel: Franziska besiegt Kumpel Jorgic
Im Schlüsselspiel des Abends traf Patrick Franziska auf seinen Saarbrücker TTBL-Teamkollegen Darko Jorgic. Das traditionsgemäß enge Duell kippte trotz Franziskas deutlichen 1:11-Satzverlusts im zweiten Durchgang nicht zugunsten des Weltranglisten-14. aus Slowenien. „Da zählen nachher die Details“, erklärte Franziska, der vor allem mental überzeugte: „Ich habe versucht, auch bei den Challenges ruhig zu bleiben und war am Ende voll fokussiert.“ Sein Vier-Satz-Sieg öffnete das Tor zum Achtelfinale. „Da hatte ich eine komfortable Situation“, befand Dang Qiu, der gegen Altmeister Bojan Tokic, den sein Verband schon für die EM im vergangenen Herbst aus der Nationalteam-Rente geholt hatte, den deutschen Sieg perfekt machte.
Füdie deutsche Mannschaft ist der Einzug in die Runde der besten 16 damit der erhoffte, aber keineswegs selbstverständliche nächste Schritt. „Die Slowenen spielen auf einem sehr hohen Niveau. Jorgic kann zwei Punkte machen, Kozul ist sehr gefährlich“, stellte Roßkopf klar.
Achtelfinale gegen Hongkong
Im Achtelfinale wartet am Mittwoch um 18 Uhr mit Hongkong nun die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Das Team präsentierte sich zuletzt deutlich ausgeglichener als in früheren Jahren. Entsprechend gewarnt gehen die Deutschen in die Partie. „Wir müssen morgen Vollgas geben und wissen, dass wir eine gute Mannschaftsleistung brauchen“, so Roßkopf.
Auch innerhalb der Mannschaft ist klar, dass das Turnier nun in die entscheidende Phase geht. „Die Aufgaben werden nicht leichter. Jetzt geht es richtig los für uns“, sagte Duda. Dang Qiu ergänzte mit Blick auf die Belastung: „In jedem K.-o.-Spiel gibt jeder alles. Das ist physisch sehr hart und mental sowieso. Wir bringen die Fähigkeit mit, das zu meistern. Die körperliche Frische ist bei einem so langen Turnier wichtig, wenn man eine Medaille gewinnen will.“ Für Deutschlands Damen geht es um 20:30 Uhr gegen die starken Nordkoreanerinnen. Die Asiatinnen waren ohne Spielverlust durch die Vorrunde spaziert und verloren zum Auftakt der Hauptrunde gegen Österreich lediglich einen Satz
Bei China-Bezwinger Schweden fällt Kristian Karlsson verletzt aus
Der 3:0-Erfolg für Schwedens Herren über Ungarn in der Nachmittagsrunde hatte einen bitteren Beigeschmack. Kristian Karlsson verletzte sich im Spiel gegen David Szantosi. Nach einem Medical Timeout konnte der Ex-Doppel-Weltmeister die Partie zwar beenden, dieser erste Auftritt in London war jedoch gleichzeitig sein letzter bei der Jubiläums-WM. In der Mannschaft, die in der Vorrunde China geschlagen hatte, verbleiben Truls Möregardh, Anton Källberg, Elias Ranefur und Mattias Karlsson.
Deutschland - Slowenien 3:0
Benedikt Duda - Deni Kozul 3:0 (8,10,7)
Patrick Franziska - Darko Jorgic 3:1 (12,-1,8,8)
Dang Qiu - Bojan Tokic 3:0 (6,8,8)
Achtelfinale am Mittwoch
18 Uhr: DTTB-Herren – Hongkong
Team Hongkong (Team-Weltrangliste: 19, Finalist Asien-Meisterschaften 2025)
- Wong Chun Ting (WR: 50, 34 Jahre, Rechtshänder)
- Chan Baldwin (WR: 75, 21 Jahre, Linkshänder)
- Lam Siu Hang (WR: 95, 29 Jahre, Rechtshänder)
- Yiu Kwan To (WR: 193, 21 Jahre, Rechtshänder)
- Kwan Man (WR: 222, 28 Jahre, Linkshänder)
