„Eigentlich ist es völlig unwichtig, wie viele Leute kommen – entscheidend ist, dass die richtigen Leute da sind“, sagte Hommel im Gespräch mit Osthessen-Zeitung. Genau das habe auch in diesem Jahr „hervorragend geklappt“. Zwar habe es im Vergleich zu Vorjahren einen leichten Besucherrückgang gegeben, dieser sei jedoch vor allem auf Veränderungen im Bereich Feuerwehr zurückzuführen, der nur noch alle vier Jahre stärker vertreten sei. „Das Rettungswesen selbst ist sensationell gelaufen“, betonte Hommel. Die Zahlen unterstreichen die internationale Bedeutung der Messe: Delegationen aus aller Welt reisten nach Fulda – trotz schwieriger Rahmenbedingungen. „Mit Blick auf die Kriege und die damit verbundenen Reiseprobleme ist das alles andere als selbstverständlich“, erklärte Hommel. Dennoch seien unter anderem Gäste aus Dubai, Israel und der Ukraine vor Ort gewesen. Gerade am Freitag habe sei noch einmal eine große ukrainische Delegation auf dem Gelände gewesen.
Besonders zufrieden zeigte sich der Messechef mit der Resonanz der Aussteller. Viele Unternehmen hätten bereits während der Messe Geschäfte abgeschlossen und internationale Kontakte geknüpft. „Die Aussteller sind sehr, sehr zufrieden“, sagte Hommel. Mehr als die Hälfte habe bereits am letzten Messetag wieder für das kommende Jahr gebucht – ein starkes Signal für die Zukunft der Veranstaltung. Auch inhaltlich habe die RETTmobil erneut Maßstäbe gesetzt. Von modernster Medizintechnik über Spezialfahrzeuge bis hin zu Live-Übungen und Luftrettung bot die Messe den Besuchern ein außergewöhnlich praxisnahes Erlebnis. „Ein Highlight hat das andere gejagt“, sagte Hommel. Besonders beeindruckend seien die realitätsnahen Vorführungen gewesen. „Wo finden Sie ein Messegelände, auf dem angefasst und mitgemacht werden kann? Schwerstes Gerät im Einsatz – das sieht man im Messebetrieb nirgendwo sonst.“
Damit habe sich erneut gezeigt, was die RETTmobil seit Jahren auszeichne: die Verbindung aus Fachmesse, Fortbildung, Live-Erlebnis und internationalem Austausch. Für Fulda bedeuteten die vergangenen Tage einmal mehr Ausnahmezustand – im positiven Sinne. Vertreter von Rettungsdiensten, Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Politik und Industrie nutzten die Messe intensiv zum Netzwerken und zur Diskussion über die Zukunft des Bevölkerungsschutzes. Für Manfred Hommel bleibt nach intensiven Tagen vor allem ein positives Fazit. „Es ist extrem stressig – aber das gehört dazu“, schmunzelte der Messechef. „Man macht das ja gerne.“
