Auch die Gastgeber aus Rheinland-Pfalz sind mit einem Ausrufezeichen in die Spielzeit gestartet. Beim 41:7 gegen die Wetzlar Wölfe präsentierten sich die Mainzer in starker Frühform und unterstrichen direkt ihre Ambitionen. Entsprechend groß ist der Respekt bei Saints-Cheftrainer Jonas Heck.
„Das ist ein wichtiges Spiel. Mainz ist bislang wahrscheinlich das stärkste Team, auf das wir treffen“, erklärt Heck. „Die haben Wetzlar im ersten Spiel alt aussehen lassen. Gerade die ersten ein, zwei Spiele der Saison sind immer schwierig einzuschätzen, deshalb unterschätzen wir niemanden.“
Trotzdem gehen die Fuldaer mit viel Selbstvertrauen in das Duell. Die Offensive der Saints funktioniert bislang immer besser und entwickelte in den ersten beiden Spielen enorme Durchschlagskraft. Vor allem beim deutlichen Erfolg in Kassel zeigte die Mannschaft immer wieder explosive Spielzüge, schnelle Scores und viel Variabilität im Angriff.
Doch Heck sieht trotz der überzeugenden Ergebnisse weiterhin großes Entwicklungspotenzial: „Wir haben zwar erfolgreiche Resultate, aber sowohl offensiv als auch defensiv noch total viel Luft nach oben. Da schlummert noch einiges an Potenzial.“
Besonders die Entwicklung der Offensive stimmt den Coach optimistisch. „Wir sind in jedem Spiel besser geworden. Wir mussten dem Team eine komplett neue Philosophie beibringen und da machen die Jungs Woche für Woche Fortschritte.“
Mit Mainz wartet nun allerdings eine Mannschaft, die individuell stark besetzt ist. Vor allem die Athletik der Gastgeber beschäftigt das Trainerteam der Saints. „Die haben einige Amerikaner von der Base, die durch eine Sonderregelung kein ‚A‘ auf dem Helm brauchen“, erklärt Heck. „Dazu haben sie sehr starke Receiver, einen beweglichen Quarterback und auch defensiv extrem gute Cornerbacks und Safetys. Da müssen wir Lösungen finden.“
Trotz aller Warnungen bleibt die Zielsetzung offensiv. „Mein Ziel ist es immer, 50 Punkte zu machen – vorher bin ich nicht zufrieden“, sagt Heck mit einem Schmunzeln. Bis Sonntag arbeitet die Mannschaft deshalb weiter intensiv an Feinabstimmungen. Neben den regulären Einheiten steht unter anderem noch ein zusätzliches Sondertraining am Donnerstagmorgen auf dem Programm.
Auch personell sehen sich die Saints gut aufgestellt. Schwerwiegende Verletzungen blieben bislang aus, gleichzeitig ist die Kadertiefe im Vergleich zur Vorsaison deutlich gewachsen. „Gerade offensiv haben wir mehr Tiefe im Kader. Aber auch defensiv sind wir besser vorbereitet, obwohl dort viele Rookies dabei sind. Die entwickeln sich aber immer mehr rein“, so Heck.
Die Voraussetzungen für ein hochklassiges Football-Spiel sind damit geschaffen. Zwei offensivstarke Teams treffen aufeinander – und die Saints wollen ihre bislang makellose Bilanz auch in Mainz weiter ausbauen.
