Lokales FD 14.05.2026

„Radeln nach Zahlen“ als Pilotprojekt im Kreis Fulda – Viele Infotafeln

Osthessen (pf) – Schon vor drei Jahren war im Landkreis Fulda ein umfangreiches Beschilderungskonzept umgesetzt worden, was die Radwege betrifft. Auf über 1840 Kilometern wurden mehr als 2000 neue Pfosten und über 13.000 Schilder angebracht, um das Radfahren noch attraktiver zu gestalten. In diesem Frühjahr dürften aufmerksamen Radfahrern nun weitere neue Schilder und Säulen aufgefallen sein: Wie der Landkreis auf Nachfrage erklärt, wird aufbauen auf das Konzept von damals im Moment – und als Pilotprojekt in Hessen – ein 1200 Kilometer langes Knotenpunktsystem im Landkreis etabliert und installiert.

Der Knotenpunkthut zeigt den jeweiligen Knotenpunkt, an dem man sich befindet. Die kleinen Plaketten weisen die nächstgelegenen Knotenpunkte aus. Foto: Christian Hillenbrand

Der Knotenpunkt in der Hünfelder Lindenstraße. Foto: Pascal Fischer

Das Knotenpunktsystem ermöglicht das „Radeln nach Zahlen“ im Landkreis Fulda. Es ist beispielsweise aus den Niederlanden, Belgien sowie anderen touristischen Regionen bekannt und erleichtert die Planung von Fahrradtouren. Die Knotenpunktbeschilderung sorgt dafür, dass sich Routen flexibel und unkompliziert, auch ohne Ortskenntnis, zusammenstellen lassen. Jeder Knotenpunkt ist mit einer Zahl versehen, die oberhalb der Wegweiser als sogenannter „Knotenpunkthut“ angebracht ist. Ergänzend finden Radfahrerinnen und Radfahrer an jedem dieser 260 Punkte eine Informationstafel mit einer Übersichtskarte, die entweder das gesamte Radwegenetz oder die nähere Umgebung zeigt.

3300 Plaketten, 60 große und 200 kleine Infotafeln

Für die Planung können die gewünschten Zahlen einfach in der entsprechenden Reihenfolge notiert werden – und schon können sie von Zahl zu Zahl radeln. Kleine Plaketten unterhalb der Wegweiser geben die Richtung zur jeweils nächsten Zahl an. Die Montage der rund 3300 Plaketten unter den Wegweisern und der 260 Knotenpunkthüte auf dem Pfosten ist „nahezu abgeschlossen“, teilt der Landkreis auf Nachfrage mit. Bis zum Frühherbst folgen noch etwa 60 großformatige sowie rund 200 kleinere Tafeln zur Orientierung vor Ort.

„Vor der durchführenden Firma liegt aktuell noch viel Arbeit. Für die großen Tafeln müssen zwei Fundamente gegossen werden, um die Tafel sicher anzubringen. Allein diese Arbeiten werden mehr als vier Wochen dauern“, erläutert Christian Hillenbrand, Nahmobilitätskoordinator beim Landkreis Fulda. Außerdem bittet der Landkreis Fulda um Verständnis, falls es bei der Montage zu Behinderungen im Straßenverkehr kommt. Das Projekt wird zusammen mit den Städten und Gemeinden durchgeführt und vom Land Hessen finanziell gefördert.