Lokales FD 29.05.2026

Radeln für den guten Zweck: Glückstour macht Halt in Hünfeld

Hünfeld (sim) – Glückstour-Trikots, Fahrräder und jede Menge Applaus: Die „Glückstour“ des deutschen Schornsteinfegerhandwerks hat am Donnerstag erstmals Station in Hünfeld gemacht – und dabei nicht nur zahlreiche Zuschauer angezogen, sondern auch wichtige Unterstützung für kranke Kinder in die Region gebracht.

Foto: Silas Messing.

Nach vielen Kilometern auf dem Rad erreichten die Schornsteinfeger am frühen Abend das Bonifatiuskloster in Hünfeld. Dort wurden die Teilnehmer der bundesweiten Benefiztour empfangen, bevor auf der Terrasse des Klosters Spendenschecks an mehrere regionale Hilfsorganisationen übergeben wurden.

Die „Glückstour“ gehört inzwischen zu den größten Benefizaktionen des deutschen Schornsteinfegerhandwerks. Seit mittlerweile 21 Jahren steigen Schornsteinfeger aus ganz Deutschland aufs Fahrrad, um Spenden für krebskranke Kinder und deren Familien zu sammeln. In diesem Jahr führt die rund 1000 Kilometer lange Strecke von Braunschweig bis nach Straubing. Insgesamt kamen in den vergangenen Jahren bereits rund acht Millionen Euro zusammen.

Auch in Osthessen profitierten nun zahlreiche Vereine und Initiativen von der Aktion. Jeweils 3000 Euro erhielten die Aktion Hünfelder Sorgenkinder, das Kinder- und Jugendhospiz „Kleine Helden“ Osthessen, die Kinderkrebshilfe Schlitz, die Selbsthilfegruppe Herzkinder Fulda, der Verein Känguruh, der Malteser Hilfsdienst mit seinem Kinderhospizdienst, der Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen sowie die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg. Ebenfalls bedacht werden sollte der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Marburg.

Die Übergabe der Spendenschecks sorgte auf der Terrasse des Bonifatiusklosters für viele emotionale Momente. Vertreter der Vereine berichteten von ihrer täglichen Arbeit mit schwer kranken Kindern und deren Familien – Arbeit, die häufig nur durch Spenden möglich bleibt.

Unterstützt wurde die Glückstour dabei auch aus der Region selbst. Die Stadt Hünfeld übergab gemeinsam mit den Stadtwerken einen zusätzlichen Spendenscheck über 1500 Euro an die Tour. Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok bedankte sich bei den Teilnehmern für ihr Engagement: „Das, was ihr macht, ist wirklich großartig und wir freuen uns, euch in Hünfeld begrüßen zu dürfen.“

Auch die Innung Kassel sowie die Kreisgruppe Marburg-Biedenkopf der Schornsteinfeger beteiligten sich an der Unterstützung und überreichten Spendenschecks.

Der Halt in Hünfeld fiel dabei auf einen ohnehin außergewöhnlich belebten Abend in der Innenstadt. Parallel liefen die After-Work-Party in der Rathausgasse sowie die Abschlussübung der bundesweiten Vergleichsübung der Bundespolizei. Dennoch stand am Bonifatiuskloster vor allem eines im Mittelpunkt: der gemeinsame Einsatz für schwer kranke Kinder.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, mit den Teilnehmern der Tour ins Gespräch zu kommen oder die Aktion spontan mit einer Spende zu unterstützen. Immer wieder wurde deutlich, dass hinter der sportlichen Leistung vor allem ein enormes ehrenamtliches Engagement steckt.

Für die Schornsteinfeger geht die Reise nach dem Halt in Hünfeld nun weiter Richtung Süden. Zurück bleibt eine Aktion, die nicht nur Kilometer sammelt, sondern vor allem Hoffnung und Unterstützung für Familien bringt, die schwere Zeiten durchleben.