Zunächst empfing Böttinger die zahlreichen Gäste zu einem Empfang mit Getränken und einem gemeinsamen Essen. Im Nachgang erzählte der 34-Jährige von dem nicht einfachen und langen Weg bis zur Entstehung des Unternehmens. Zunächst berichtete er von seiner Vita, die bei der Bundeswehr begann, die er nach zwölf Jahren verließ. Im Anschluss fiel die Entscheidung, im Metallbau tätig zu werden, da auch auf väterlicher Seite ein Metallbaubetrieb bestand. „Daher war die Affinität zu Metall schon immer gegeben und so ist der Plan entstanden: Ich werde Metallbauer – unter der Voraussetzung, dass ich später einmal meinen eigenen Betrieb eröffnen möchte“, so der Inhaber. Nach der Entscheidung folgte die Ausbildung, die er aufgrund der vorherigen Beschäftigung bei der Bundeswehr nach 24 Monaten erfolgreich abschloss. Nach längerer Überlegung entschied sich Böttinger, in Dortmund die Meisterschule zu besuchen, die er als Bester der Handwerkskammer absolvierte. Infolgedessen legte er in Hamburg noch die Prüfung zum internationalen Schweißfachmann ab.
„Dann ging es weiter an die Planung des Betriebs: Wie willst du es machen? Wie hast du es vor? Wie finanzierst du das Ganze?“, so die damaligen Gedanken des Gründers. Für ihn stand außer Frage, dass die Planung und Ausstattung des Betriebes mit großer Überlegung und vielen Gedanken erfolgen sollte. Zudem musste für die Finanzierung ein Businessplan erstellt werden, der der Handwerkskammer Kassel vorzulegen war. „Das war eine mittelschwere Katastrophe, aber wir haben es geschafft“, so Böttinger. Darüber hinaus bewarb er sich um eine Förderung des Landes Hessen und erhielt den Zuschlag. Im Nachgang folgte der Bau der Halle und zuletzt die Anschaffung der Maschinen für die Einrichtung. In Zukunft erfolge noch die finale Innenausstattung. „Wir machen einmal das Klassische: Zäune, Tore, Treppen und Geländer. Dazu bieten wir den Bau von Ladenlokaleinrichtungen und Möbelbau an. Wenn jemand ein spezielles Kunst- oder Designerwerk wünscht, ist er bei mir ebenfalls richtig aufgehoben“, erklärte Böttinger. Er bedankte sich zudem bei allen, die ihn bis zu diesem Zeitpunkt unterstützt hatten, und hob dabei besonders seine Freunde und Familie hervor.
Im Anschluss gab der Inhaber Einblicke in seine Werkstatt, deren Ausstattung von speziellen Sägen über einen drei Tonnen schweren Schweißtisch und Schweißgeräte bis hin zur Absauganlage reicht. Zunächst führt er den Betrieb allein, dies soll jedoch nicht mehr lange der Fall sein. Die Bearbeitung von Aufträgen kann direkt starten. „Die Betriebsbereitschaft ist hergestellt. Alles, was in der Halle jetzt noch passiert, ist schmückendes Beiwerk“, schloss der Inhaber ab.
