Handball 03.05.2026

Oberliga Nord – Trotz 16 Malolepszy-Treffern: HSG verliert Spektakel

Osthessen (pf) – Die Handballer der HSG Großenlüder/Hainzell haben am Samstag in einem Scheibenschießen den Kürzeren gezogen: Die Osthessen unterlagen in der Oberliga mit 47:48 (22:21) beim TV Külte. Der Hünfelder SV hielt zuhause gegen Dittershausen wiederum ganz gut mit, kassierte am Ende aber auch die nächste Niederlage: 30:35 (14:16) hieß es nach 60 Minuten.

Dominik Malolepszy erzielte ganze 16 Treffer für die HSG Großenlüder/Hainzell – doch sein Team verlor. Archivfoto: Christine Görlich

Hünfelder SV – TSG Dittershausen 30:35 (14:16)

Der Hünfelder SV wartet zwar weiterhin auf den ersten Saisonsieg, konnte aber gegen die TSG Dittershausen aus den Top Fünf der Oberliga Nord über weite Strecken gut mithalten: „Wir hatten an ein paar Baustellen gearbeitet und haben uns gewisse Dinge vorgenommen, wie zum Beispiel im Tempospiel“, sagte Trainer Fabian Sauer: „Das ist uns auch in der ersten Halbzeit gut gelungen, gerade zum Ende hin“. Anfangs lag Hünfeld zwar schnell mit 1:5 zurück, kämpfte sich dann aber ins Spiel und stellte nach 20 Minuten sogar auf 10:10. Dem Coach gefiel einiges, was die Mannschaft bot, auch wenn Dittershausen zur Halbzeit wieder zwei Tore vorne war. Nach der Pause dann ein kleiner Knick im Spiel des HSV: „Da kamen ein paar technische Fehler dazu und wir haben bestimmt noch vier, fünf große Chancen liegengelassen“, so der Trainer. Die Gäste konnten auf sechs Tore davonziehen und verteidigten den Vorsprung konsequent. Die Marschroute für die letzten beiden Saisonspiele beim Kellerkind aus Hünfeld ist klar: „Wir wollen es vernünftig zu Ende spielen, an unseren Baustellen arbeiten und weiter Akzente setzen“, so Sauer.

Hünfeld: E. Becker (2), Menth, Schäfer (4), Reuchsel (4), Schott (2), Zachow (2), M. Becker (1), Aha, Kaub (5), Alt, Hohmann, Schramm, Sauerbier (10), Simon.

 

TV Külte – HSG Großenlüder/Hainzell 48:47 (21:22)

Es war ein Hin und Her über die gesamten 60 Minuten, in denen im Schnitt alle 40 Sekunden ein Tor fiel. „Das war schon einzigartig heute“, staunte auch HSG-Trainer Sebastian Peppler, und sprach von besonderen Voraussetzungen. Alle drei etatmäßigen Torhüter fehlten ihm, es musste aus der Reserve aufgefüllt werden. Jannik Hendus spielte über die gesamte Dauer und konnte einem angesichts der 48 Gegentore leid tun. „Aber mich freut es für ihn, er hat auch ein paar wichtige Dinger gehalten“, lobte Peppler trotz allem.

Die HSG Großenlüder/Hainzell rannte anfangs zwei, drei Tore hinterher, drehte die Partie aber noch in der ersten Halbzeit und lag nach 30 Minuten vorne. Der Vorsprung war direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder dahin, Külte baute die Führung dann zwischenzeitlich sogar auf fünf Treffer aus. Schon nach weniger als 50 Minuten fielen die 40 Tore beim Gastgeber, doch auch die HSG hatte diese Marke nach gut 53 Minuten erreicht und gab sich nicht auf: 65 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Paul Bosold den Anschlusstreffer zum 47:48 – danach nahm sich Lukas Dimmerling den letzten Schuss, doch scheiterte bitter: Der Ball sprang vom Innenpfosten heraus.

Es passte zu dem wilden Spiel unter „wilden Voraussetzungen“, so Peppler, für den aber hinterher nur eins wichtig war: Die Gesundheit von Elia Sippel: Der HSG-Spieler musste in der ersten Hälfte verletzt raus und kam ins Krankenhaus, ihn erwischte es am Kopf und im Bereich des Kiefers. „Das war leider eine blöde Szene, da konnte der Gegenspieler auch nichts für“, bedauerte der Trainer.

Großenlüder/H.: Sippel (1), Bosold (7), Kirsch (5), S. Münker (1/1), Malolepszy (16/5), Hendus, L. Dimmerling (2), Gaßmann, Deppe (6), H. Dimmerling (6), Nechvatal, Weinbörner (3), Thiem.