Hünfelder SV – HSG Wesertal 39:43 (21:25)
Natürlich auch begünstigt durch die Rückzüge der Mannschaften aus Eschwege und Wanfried noch vor Saisonbeginn, die die beiden fixen Absteiger sind, konnte der HSV am Ende den Klassenerhalt feiern: Der zwölfte Platz in der Tabelle war zumindest ein möglicher Abstiegsrang, daran konnte Hünfeld selbst schon längst nichts mehr rütteln, weil in der gesamten Saison nur ein einziges Unentschieden gelang, ansonsten setzte es nur Niederlagen. Doch der TSV Vellmar spielte am Samstag mit und gewann den Abstiegs-Krimi in der Regionalliga in Bruchköbel (33:28) – und rettete damit nicht nur sich selbst, sondern auch den Hünfelder SV.
„Wir haben das Spiel sogar hier im Stream noch verfolgt“, berichtete HSV-Coach Fabian Sauer. Das Oberliga-Spiel in Hünfeld war schon eine halbe Stunde früher zu Ende, dann wurde mit Vellmar gefiebert: „Ihr Torwart hat den Kasten am Ende vernagelt“, so Sauer weiter. Damit war der Klassenerhalt fix. Und zumindest darüber konnten sich die Gastgeber freuen. Denn den erhofften ersten Saisonsieg zum Abschluss gab es nicht, jedoch waren 39 Treffer eine Bilanz für eine offensiv gute Leistung. „Wir haben endlich mal zusammen gespielt, nicht über Einzelaktionen. Wir haben die Spielzüge im Kollektiv vorgetragen und gute Rückraum-Würfe genommen“, war Sauer zufrieden. Lediglich im Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter haperte es, sodass Wesertal die 40 Treffer knackte und den Sieg holte. „Da hatten wir leider zu wenig Zugriff“. Verabschiedet hat sich derweil Theo Sauerbier mit zwölf Toren, er wechselt zum Regionalliga-Aufsteiger TV Hersfeld. Nicolas Reuchsel wird indes pausieren und dem HSV kommende Saison nicht zur Verfügung stehen. Fabian Sauer macht als Cheftrainer weiter – und nun bastelt der Verein am Kader für die Oberliga, während die Mannschaft die Saison nach Spielende noch gemeinsam ausklingen ließ und erstmal in die Sommerpause geht.
Hünfeld: Becker, Menth, Schäfer (4), Reuchsel (3), Schott (1), Gute (10), Zachow, Aha (2), Kaub (5), Alt, Hohmann, Schramm (1), Sauerbier (12/6), Becker (1), Simon.
VfB Bettenhausen – HSG Großenlüder/Hainzell 29:43 (16:18)
Das letzte Saisonspiel gewann die HSG nochmal deutlich – Platz fünf in der Abschlusstabelle war ohnehin vorher schon sicher. Markus Völlinger hatte Cheftrainer Sebastian Peppler beim Auswärtsspiel gegen Bettenhausen vertreten und war zufrieden: „In der ersten Halbzeit hatten wir noch das Problem, dass die Abschlüsse vorne nicht gepasst haben. Aber in der zweiten Hälfte sind wir dann gut reingekommen, schnell in Führung gegangen und haben das dann weiter ausgebaut“. Jeder Akteur bekam nochmal seine Einsatzzeiten, dazu wurde Michael Blinzer nochmal intern vom Team in einer Auszeit würdig verabschiedet. Auch die Torhüterleistung passte, und so stand am Ende ein deutlicher Sieg. Nun geht die HSG erstmal in die Pause, ehe in einigen Wochen wieder das individuelle Training startet. Mit Platz fünf sind die Lüderer am Ende einverstanden, Völlinger fügte an: „Es war schwierig, weil wir personelle Probleme hatten und teilweise auch mal drei, vier Wochen Pause zwischen zwei Spielen. Aber wir haben auch schon versucht, mit Blick auf die nächste Saison die jungen Spieler mit einzubinden“.
Großenlüder/Hainzell: Sippel (4), Bosold (7), Kirsch (10), Wessling (2), Münker (3/2), Malolepszy (5/2), Hendus, Blinzler (7), Thiem (1), Deppe (4).
