Christian Ihrig, Geschäftsführer der drei Gesellschaften Iwetec GmbH, Technolit GmbH und Lang Service GmbH (LSG), bestätigt auf Nachfrage, dass insgesamt 147 Arbeitsstellen betroffen sind. Eine langfristig wirksame Sanierung dieser drei betroffenen LangGroup-Gesellschaften setze eine „nachhaltige Senkung der Personalkosten“ voraus. „Ohne diesen Schritt wäre es vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation nicht möglich, die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu gewährleisten und den wirtschaftlichen Erfolg langfristig sicherzustellen“, erklärt Ihrig.
Simone Lang als Geschäftsführende Gesellschafterin der LangGroup ergänzt indes, dass die erforderlichen Vorbereitungen für den Zusammenschluss von Iwetec, Technolit und LSG laufen würden. Dieser Zusammenschluss werde die drei Gesellschaften zu einem „neuartigen Händler und Dienstleister“ vereinen, der seinen Kunden ein verbessertes Angebot machen werde. „Dazu zählen insbesondere ein erweitertes Produktportfolio und neue Dienstleistungen, unter anderem Service-, Prüf- und Beratungsdienstleistungen. Zusätzlich wird der technische Service erweitert, weil die Kunden künftig vom gebündelten Know-how aller Gesellschaften profitieren“, so die Gesellschafterin weiter.
Bereits im März war der bisherige LSG-Geschäftsführer Christian Ihrig auch bei Technolit und Iwetec zum Geschäftsführer bestellt worden. Dies sorge in dieser Phase des Übergangs für die erforderliche Stabilität in der Unternehmensleitung und sei zugleich ein weiterer, wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fusion, so Lang.
Der Geschäftsbetrieb laufe in den drei Gesellschaften stabil, bemerkt Ihrig, auch seit der Eröffnung des Eigenverwaltungsverfahrens. Die Gehälter seien gesichert gewesen und wurden immer pünktlich gezahlt. Die Mitarbeiter seien wiederum in der vergangenen Woche unterrichtet worden. „Nicht per Post, sondern jeder einzeln persönlich durch die Geschäftsleitung“, so Lang: „Das war uns besonders wichtig“. Eine solche Mitteilung habe bei den Betroffenen durchaus erstmal einen Schock ausgelöst, „aber immerhin war es uns möglich, diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Angebot zu machen, das ihnen Zeit und Unterstützung gibt, um sich neu zu orientieren“, erklärt Lang weiter.
Für die betroffenen Mitarbeiter wurde eine sogenannte „Transfergesellschaft“ eingerichtet – sie müssen nicht in die Arbeitslosigkeit wechseln. „Stattdessen werden sie, ohne sich arbeitslos melden zu müssen, in dieser Transfergesellschaft weiter beschäftigt“, ergänzt Ihrig. Dort würden die Mitarbeitenden für bis zu fünf Monate 85 Prozent ihres bisherigen Nettogehalts erhalten. „Zusätzlich werden sie mit gezielten Qualifikationsmaßnahmen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt“, betont der Geschäftsführer.
Die Entscheidung generell sei der Gruppe „außerordentlich schwergefallen“, bedauert Lang: Als familiengeführtes Traditionsunternehmen nehme die LangGroup eine „besondere soziale Verantwortung gegenüber den Beschäftigten“ sehr ernst. Doch als Unternehmer müsse man „stets eine Abwägung treffen zwischen den Interessen der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Interessen der gesamten Belegschaft und der Unternehmensgruppe. Aber es war uns äußerst wichtig, die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Umstieg in eine neue qualifizierte Beschäftigung zu unterstützen“, unterstreicht sie.
