Fußball 07.05.2026

Kreispokal – HSV setzt sich die Krone auf – FSG kämpft tapfer

Herbstein (jah) – Der Hünfelder SV ist Kreispokalsieger des Fußballkreises Lauterbach/Hünfeld! Letztendlich standesgemäß setzte sich die Elf von Johnny Helmke bei der FSG Vogelsberg mit 3:0 (1:0) durch, hatte dabei aber vor allem im ersten Durchgang einige Probleme mit den Gastgebern – der Gruppenligist hätte in den ersten 45 Minuten durchaus in Führung gehen können und lieferte sich mit dem haushohen Favoriten ein intensives Duell.

Foto: privat

Der HSV musste in Herbstein ganz schön kämpfen, konnte sich aber unter dem Strich verdient durchsetzen. Etwas deutlicher wurde es dabei erst in Halbzeit zwei: Von Vogelsberg kam im Spiel nach vorne nur noch wenig, die Gäste bestachen hingegen durch Effektivität, denn nach Wiederanpfiff passierte vor den Toren zunächst wenig – bis Jemal Kassa einen Ball in der eigenen Hälfte abfing und nicht mehr zu stoppen war, der Hünfelder Wirbelwind bediente Marcel Trägler, der in der Mitte nur noch einschieben musste – 0:2 nach etwas mehr als einer Stunde und praktisch die Vorentscheidung, da der Hessenligist defensiv kaum noch etwas zuließ. Allerspätestens mit dem Treffer von Maximilian Fröhlich wenige Minuten vor dem Schlusspfiff war der Deckel dann endgültig drauf (84.). „Es war ein absolut verdienter Sieg für Hünfeld“, befand FSG-Spielertrainer unmittelbar nach Abpfiff: „Aber ich bin wirklich stolz, wie wir uns verkauft haben und wie das angenommen haben. Natürlich hatte Hünfeld mehr Ballbesitz und war überlegen, darüber brauchen wir nicht reden.“

Lehmann stand auf Seiten der Gastgeber in der ersten Halbzeit auch direkt im Fokus, der Spielertrainer hätte die Dreierspielgemeinschaft aus Herbstein, Lanzenhain und Engelrod zwei Mal in Führung bringen können: Bereits nach neun Minuten flog eine Ecke von Moritz Caspar in den Hünfelder Strafraum, die der HSV nicht richtig klären konnte. Lehmann hielt aus dem Rückraum drauf, der Hessenligist konnte aber gerade noch vor der Linie klären – es wäre die frühe Führung für den Außenseiter gewesen und hätte vielleicht für einen anderen Verlauf des Endspiels gesorgt, zumal Lehmann nach einem Konter über David Knöll nach etwas mehr als einer halben Stunde nur den Pfosten traf (32.). Marcel Trägler machte es dagegen auf der anderen Seite besser: Nach einer schönen Kombination über die Mitte ließ der 33-jährige FSG-Keeper Raschke aus 15 Metern keine Chance (39.) und brachte den HSV auf die Siegerstraße. „Es ist schade, wir hätten in Führung gehen können. Wenn wir da das 1:0 machen, können wir es noch enger machen und kriegen vielleicht noch mehr Räume. Aber letztendlich haben wir uns teuer verkauft, und es hat sich keiner verletzt. Ich bin zufrieden“, befand Lehmann abschließend. Beim HSV gab es auch noch etwas Erfreuliches: Dennis Müller konnte nach langer Verletzungspause in der Schlussviertelstunde mitwirken.

Vogelsberg: Raschke; C. Narz, Ruhl, Knöll, M. Narz, D. Geist; Schaaf, Caspar, Lehmann, Nettbohl, Wink (B. Szombierski, Ruhl, Westerholt, Gerch).

Hünfeld: Boureanu; Häuser, Dücker, Vogler, Fröhlich, Lindemann, Witkowski, Gadermann, Zentgraf, Kassa, Trägler (Kümmel, Paliatka jr., Müller).

Schiedsrichter: Joshua Herbert (Schwarzbach)

Tore: 0:1 Marcel Trägler (39.), 0:2 Marcel Trägler (62.), 0:3 Maximilian Fröhlich (84.)

Zuschauer: 220