SG Huttengrund: Das Meisterstück vor Augen
Am Sonntag kann sich die Mannschaft von Spielertrainer Jaron Krapf die Krone in der Kreisoberliga Süd aufsetzen und nach Jahren in der Spitzengruppe endlich den Aufstieg feiern. Ein Sieg gegen die SG Rückers bei einer gleichzeitigen Niederlage der TSG Lütter, die gegen Schmalnau/Hettenhausen ran muss, würde den Titel rechnerisch perfekt machen. Im Team spielen Rechenspielchen aber keine Rolle, da der Fokus nur auf der eigenen Leistung liegt. „Natürlich wollen wir es aber in den nächsten zwei Spielen erreichen“, betont Krapf die Ambitionen seines Kaders.
Dass die Aufgabe kein Selbstläufer wird, zeigte das 0:0 im Hinspiel. Krapf stellt seine Elf auf eine schwere Partie ein: „Wir erwarten auch das Gleiche in diesem Spiel“. Er sei sich sicher, dass Rückers nichts herschenken werde. Dennoch bleibt das Ziel der Heimsieg, auch um die Serie auf eigenem Platz zu halten. „Wir haben noch kein Spiel zuhause verloren“, weiß der Trainer. Für das Erreichen einer bestimmten Punktvorgabe – möglich ist noch die 70er-Marke – hat er seinem Team eine Überraschung versprochen. Dazu fehlen der Mannschaft aus verbleibenden vier Spielen zehn Punkte. Personell fehlt wie im Hinspiel Leon Dietz.
Parallel hat die SG Schmalnau/Hettenhausen in Lütter nichts zu verlieren und will natürlich dem sportlichen Wettkampf gerecht werden. Kurios: Den Weg an den Sauerbrunnen kennt der letztjährige Aufsteiger bestens, der im Rahmen seiner eigenen Feierlichkeiten damals beim Relegationsspiel in Lütter auf dem Anhänger vorbeifuhr. Unten ist die Spannung ebenfalls groß: Mittekalbach steht auf dem ersten Abstiegsplatz und kann mit einem Sieg nicht nur nach vorne rücken, sondern gleichzeitig auch Gundhelm/Hutten im direkten Duell so gut wie in die A-Liga befördern. Davor hat Weyhers (gegen Rothemann) eine schwere Aufgabe vor sich, der SV Welkers spielt erst nächsten Mittwoch.
RSV Petersberg: „Die Klasse, das Spiel zu gewinnen“
Auf den RSV Petersberg und Trainer Stanislav Szilagyi kommt eine schwierige Aufgabe zu. Schon im Hinspiel gegen die SG Reulbach/Brand gab es nur ein 1:1, weshalb der Coach trotz der jüngsten Erfolge, während die Konkurrenz patzte, vorsichtig bleibt: „Es liegt immer wieder an den Jungs und an ihren Köpfen“. Trotz des Respekts vor dem Gegner aus der Rhön ist er überzeugt, dass seine Mannschaft siegreich vom Platz gehen kann: „Wir haben die Klasse, auch das Spiel zu gewinnen“. Dass der RSV nach dem Wochenende ganz oben stehen könnte, sei intern momentan kein großes Thema. „Innerhalb der Woche merken wir gar nichts davon“, sagt Szilagyi über die lockere Stimmung. Seine Jungs haben aktuell einfach Spaß am Spielen, auch wenn der Trainer nicht ausschließen will, dass der Kopf pünktlich zum Anpfiff anfängt darüber nachzudenken. Personell kehrt Ozan Sentürk nach Rotsperre zurück, nur Lennart Aschenbrücker fällt langfristig aus. Ein Extralob gab es für Tim Schreiter, der seit dem Winter dem Team weiterhilft.
Borussia Fulda steht (noch) an der Tabellenspitze, nur wegen des direkten Vergleichs gegenüber Petersberg. Nach den Pleiten in Bachrain und im Pokal gegen Flieden liegt der Fokus nun voll und ganz auf dem Aufstieg – doch das Restprogramm ist happig, angefangen mit dem Heimspiel gegen Müs am Sonntag. Auch Ehrenberg und FT Fulda lauern noch dahinter, FT bestreitet das Traditionsduell bei der Germania, die noch mitten im Abstiegskampf steckt, und die SGE empfängt Dipperz/Dirlos.
Bebra will zurück auf den Thron
In der Kreisoberliga Nord möchte die FSG Bebra zurück an die Spitze. Die Mannschaft von Maik Leidorf rutschte zuletzt durch ein 0:1 in Philippsthal auf Rang zwei ab, hat aber bei zwei Punkten Rückstand auf den ESV Weiterode und einem Spiel weniger noch alles in der eigenen Hand. „Wir müssen jetzt unsere eigenen Hausaufgaben machen“, fordert Leidorf. Am Sonntag steht das Heimspiel gegen den SV Wölf an, nachdem sich beide im Hinspiel 2:2 trennten. Leidorf erwartet eine spielstarke Mannschaft mit ein, zwei Unterschiedsspielern wie Trainer Marko Madzar, dennoch zählen für die Ambitionen der FSG nur die drei Punkte: „Das ist das klare Ziel“. Personell kann der Trainer weiterhin nicht aus dem Vollen schöpfen, die Lage bleibe ähnlich angespannt wie in den Vorwochen. So fallen Abwehrchef Ahmad Bek, Thomas Mousa, Azad Kaval und Tim Hollstein aus. Es ist übrigens schon das letzte Heimspiel für die Bebra, die kurioserweise dreimal in den vergangenen vier Wochen die Punkte geschenkt bekam: Danach warten noch Auswärtsaufgaben gegen Praforst, Rotenburg/Lispenhausen und Hünfeld II. Primus Weiterode hat ein Spiel mehr als die Konkurrenz und will seine Hausaufgaben parallel in Großentaft erledigen. Allerdings könnte auch die SG Dittlofrod/Körnbach noch am ESV vorbei – das Rückspiel steigt noch im Mai, die SGDK will aber erstmal am Sonntag im Derby gegen Eiterfeld/Leimbach II bestehen und das 1:7 vom Hinspiel geraderücken. Unten ist Gudegrund abgestiegen, Haunetal könnte es am Sonntag erwischen.
Kreisoberliga Mitte
Samstag
17 Uhr
Schlitzerland – Hilders/Simmershausen (in Schlitz)
Sonntag
15 Uhr
Haimbacher SV – Horas
Germania Fulda – FT Fulda
Borussia Fulda – Müs
Marbach/Dietershan – Bachrain (in Marbach)
Ehrenberg – Dipperz/Dirlos (in Seiferts)
Petersberg – Reulbach/Brand
Pilgerzell – Edelzell/Engelhelms
Kreisoberliga Süd
Freitag
19 Uhr
Hosenfeld – Grimmstadt
Sonntag
15 Uhr
Weyhers – Rothemann
Lütter – Schmalnau/Hettenhausen
Flieden II – Lauter
Mittelkalbach – Gundhelm/Hutten
Huttengrund – Rückers (in Eckardroth)
15.30 Uhr
Bellings/Hohenzell – Kerzell (in Hohenzell)
Kreisoberliga Nord
Freitag
19.45 Uhr
Philippsthal – Kiebitzgrund/Rothenkirchen
Sonntag
15 Uhr
Großentaft – Weiterode
Rotenburg/Lispenhausen – SV Steinbach II (in Lispenhausen)
Gudegrund – Praforst (in Niedergude)
15.15 Uhr
Bebra – Wölf
Dittlofrod/Körnbach – Eiterfeld/Leimbach II
16 Uhr
Jossatal – Haunetal (in Hattenbach)
