Fußball 06.05.2026

Gruppenliga – Aulatal möchte nicht aufsteigen: Kampf um Platz zwei tobt

Oberaula/Kirchheim (pf) – Und plötzlich wird es im Aufstiegsrennen der Fußball-Gruppenliga nochmal spannender, als es ohnehin schon ist: Die SG Aulatal hat kommuniziert, in der neuen Saison in der Gruppenliga antreten zu wollen, und sowohl auf einen Aufstieg als auch eine mögliche Relegation zu verzichten.

Sebastian Schuch (links) erklärt die Entscheidung der SGA, aus die der Verein gar keine große Sache machen möchte und nun bewusst Klarheit schafft. Foto: Justin Klenner

Der sportliche Sprung von Gruppenliga zur Verbandsliga Nord ist groß – das musste im Vorjahr auch die SG Aulatal erfahren, in den Spielzeiten davor erging es Thalau, Ehrenberg und Co. ähnlich, diese Saison stehen Johannesberg und Hofbieber bereits wieder als Absteiger fest. Die SG Aulatal hat sich als aktueller Tabellenzweiter (und damit Relegationsteilnehmer) der Gruppenliga Fulda nun aber positioniert und eine Entscheidung getroffen, wie Sebastian Schuch aus der sportlichen Leitung erklärt: „Wir haben das Abenteuer einmal mitgemacht, aber die Gruppenliga ist für uns hier in der Region schon die attraktivste Liga. Dazu steht zur neuen Saison ein kleiner Umbruch an, und daher haben wir diese legitime Entscheidung – auch bewusst – getroffen“.

Neben einem Wechsel auf der Trainerposition, wo Enis Adrovic für Martin Friedrich kommen wird, gibt es auch im Team Veränderungen, unter anderem zieht es Torjäger Luca Eckhardt zu Neukirchen/Röllshausen. „Wir wollen Gruppenliga-Fußball anbieten und werden entsprechend auch nicht in einer möglichen Relegation antreten. Das wäre ja Blödsinn“, stellt Schuch weiterhin klar, der keinem anderen Verein eine Möglichkeit verbauen möchte. Die SGA ist nicht das erste Team, dass sich so entscheidet – im Vorjahr verzichteten bekanntlich Oberzell/Züntersbach als Meister sowie die SG Schlüchtern. Die Kaderplanung ist bei Aulatal in vollem Gange, die SG wolle eine schlagkräftige Truppe auch im nächsten Jahr stellen. Nach dem Abstieg zumindest hat sich das Team gut gefangen – Platz zwei ist achtbar nach 26 Spieltagen, und eine bestmögliche Platzierung auch nach wie vor das Ziel, so Schuch.

Die Türe geht damit noch mehr für andere auf – einerseits für die SG Bronnzell, die schon mit einem Remis am Sonntag in Schlüchtern aufsteigen könnte. Aber auch der SV Neuhof, Schlüchtern und Künzell als Aulataler Verfolger wittern nun Morgenluft im Kampf um die Relegation, der SV Neuhof spielt sogar parallel noch das Kreispokalfinale im Saisonendspurt. Es wird also nochmal spannender – und Aulatal selbst will weiterhin erfolgreich sein, ganz im Sinne des Wettbewerbs.