Lokales FD 01.05.2026

Fulda Cup wirft seine Schatten voraus: Inklusives Training als Auftakt

Fulda (sim) – Fußball verbindet – und genau das steht auch in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt des Fulda Cups. Beim Vorbereitungs-Training auf dem Kunstrasenplatz des Fuldaer Stadions kamen am Donnerstag zahlreiche Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderung zusammen, um sich auf das inklusive Turnier im Rahmen des Hessentags einzustimmen.

Foto: Silas Messing.

Veranstaltet wird der Fulda Cup vom Verein „Jeder ist anders – Inklusionssport Fulda e.V.“, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Das Turnier selbst geht bereits in seine 14. Auflage und findet am Montag, 15. Juni, im Stadion der Stadt Fulda statt.

Gemeinsam trainieren, sich kennenlernen

Rund zwei Stunden lang standen beim Auftakttraining vor allem das Miteinander und der Spaß am Sport im Vordergrund. Nach einem gemeinsamen Pressefoto und der Begrüßung durch die Organisatoren sowie die unterstützende SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ging es direkt in die Praxis: An insgesamt zwölf Stationen konnten die Teilnehmenden verschiedene Übungen absolvieren, ehe das Training in freies Spiel überging. Ein Highlight für die Teilnehmer: Keanu Kraft, Nicola Köhler und Samuel Zapico, allesamt Spieler der SG Barockstadt, leiteten einzelne Stationen und zeigten dabei auch ihr Können am Ball.

„Es geht uns vor allem darum, dass sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Sportler von antonius kennenlernen“, erklärt Isabell Vogler vom Organisationsteam und aus dem Leitungsteam des Vereins. Durch den Sport entstünden Begegnungen ganz automatisch. „Viele Jugendliche haben vorher kaum Kontakt zu Menschen mit Behinderung – hier spielt das keine Rolle. Man ist einfach ein Team.“

Rekordbeteiligung mit neuen Teams

Das Interesse am Fulda Cup ist in diesem Jahr so groß wie selten zuvor. Insgesamt 13 Schulen werden beim Turnier vertreten sein, dazu kommen weitere Mannschaften für die erstmals geplanten Einlagespiele. Insgesamt werden damit mehr als 20 Teams erwartet – ein Ziel, das sich der Verein anlässlich seines Jubiläums gesetzt hatte. Neu dabei sind unter anderem die Lüdertalschule, die Marienschule sowie die Caritas. Auch Teams der Hochschule Fulda und von antonius werden außerhalb des regulären Turniers antreten.

Fairplay im Mittelpunkt

Im Gegensatz zu klassischen Turnieren steht beim Fulda Cup nicht allein der sportliche Erfolg im Fokus. Neben dem Turniersieg spielt vor allem der Fairplay-Gedanke eine zentrale Rolle. Dafür gibt es eigens eingesetzte Fairplay-Schiedsrichter, die das Verhalten der Teams bewerten – etwa den Umgang miteinander, gegenseitige Unterstützung oder respektvolles Verhalten auf dem Platz. Der Fairplay-Pokal gilt daher als wichtigste Auszeichnung. Die Siegermannschaft darf sich über einen besonderen Preis freuen: eine gemeinsame Fahrt zu einem Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt.

Langfristige Wirkung über den Sport hinaus

Das Auftakttraining ist dabei mehr als nur eine Vorbereitung auf das Turnier. „Die Schulen treffen sich oft auch danach noch einmal mit ihren Teams bis zum eigentlichen Wettbewerb“, so Vogler. So entstünden nachhaltige Kontakte und echte Verbindungen zwischen den Teilnehmenden.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, wie fest der Fulda Cup inzwischen in der Region verankert ist. Viele Schulen fragen frühzeitig nach Terminen, bringen eigene Ideen ein und unterstützen aktiv bei der Organisation. Am Ende bleibt die zentrale Botschaft: Beim Fulda Cup zählt nicht, wer die meisten Tore schießt – sondern wie man gemeinsam spielt.