Fußball 24.05.2026

Frauen-Hessenliga – SGB steigt ab – TSV geht erhobenen Hauptes

Osthessen (jah/pf) – Die Frauenfußball-Hessenliga führt in der kommenden Saison nur noch ein osthessisches Team: Nach einer deutlichen 0:12 (0:5)-Niederlage bei Meister SF BG Marburg verabschiedet sich neben dem TSV Pilgerzell auch die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz aus dem Oberhaus. Die TSG Lütter beendet die Spielzeit auf dem zweiten Tabellenplatz, musste sich am letzten Spieltag aber beim TuS Großenenglis mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Pilgerzell hingegen tritt den Gang in die Verbandsliga trotz der 3:4 (0:3)-Niederlage gegen Klein-Linden erhobenen Hauptes an.

Für die Frauen der SG Barockstadt endete die Runde katastrophal. Foto: Christine Görlich

SF BG Marburg – Barockstadt Fulda-Lehnerz 12:0 (5:0)

Die Frauen der SGB müssen den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten – die überdeutliche Niederlage beim Meister fiel ergebnistechnisch nicht mehr allzu sehr ins Gewicht, wenngleich die Mannschaft mit einem Sieg beim Favoriten die Klasse gehalten hätte – weil jedoch Egelsbach und Bornheim im Parallelspiel die Punkte teilten, sicherten sich beide Teams den Ligaverbleib und schicken die SGB nach unten.

Barockstadt: Büchel; Rothe, Herzig, Schmidt, Eckard, Roth, Willmer, Dieringer, Posledni-Gröne, Wurm, Hohmann

Tore: 1:0 Lara Schürmann (16.), 2:0 Lara Schürmann (23.), 3:0 Lara Schürmann (31.), 4:0 Janina Hutera (35.), 5:0 Lara Schürmann (44.), 6:0 Ann-Kathrin Kundermann (55.), 7:0 Mila Fennefrohn (56.), 8:0 Ann-Kathrin Kundermann (58.), 9:0 Mila Fennefrohn (77.), 10:0 Lara Schürmann (78.), 11:0 Leonie Völker (85.), 12:0 Lara Maria (90., Foulelfmeter)

 

TSV Pilgerzell – Klein-Linden 3:4 (0:2)

Mit einer Niederlage, aber dennoch guter Leistung verabschieden sich die Pilgerzeller Frauen aus der Hessenliga. „Wir haben uns gegen einen guten Gegner sehr anständig verkauft. Das war ein sehr ordentliches Niveau“, lobte Trainer Knut Seuring seine Spielerinnen nach dem letzten Saisonspiel. Während der erste Durchgang noch klar an die Gäste ging, kämpften sich die Gastgeberinnen nach der Pause zurück ins Spiel und verkürzten durch Xenia Lüdtke und Senka Ilic nochmal auf 2:4 – Emilia Barth gelang in der Schlussminute sogar noch der Anschlusstreffer, für mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen. „Wir haben das Ruder in der zweiten Halbzeit nochmal ein klein wenig herumgerissen“, befand Seuring: „Das war eine wirklich anständige Leistung zum Abschluss, da kann man nur den Hut vor den Mädels ziehen. Wir gehen aufrechten Hauptes durch den Hauptausgang in die Verbandsliga und geben da wieder neu Gas.“

Pilgerzell: Kröhling; Barth, Trautmann, Happ, Steinert, Lüdtke, Schad, Gruner, E. Barth, Wilde, Ilic (Schneider, Leonangeli, Rumpf, Werner)

Tore: 0:1 Pia Stock (11.), 0:2 Elisabeth Klein (27.), 1:2 Xenia Lüdtke (48.), 1:3 Antonia Rau (57.), 2:3 Senka Ilic (59.), 2:4 Anna Efimenko (62.), 3:4 Emilia Barth (90.)

Zuschauer: 100

 

TuS Großenenglis – TSG Lütter 3:1 (1:0)

Die TSG Lütter hat am letzten Spieltag verloren: Mit einem 1:3 (0:1) bei TuS Großenenglis geht es nun in die Vorbereitung auf das große Finale im Hessenpokal in drei Wochen. „Natürlich wollten wir mit einem Sieg die Hessenliga-Saison beenden, das hatten wir uns fest vorgenommen“, sagte TSG-Trainer Jürgen Auth, warnte aber zuvor schon vor Großenenglis: „Sie haben eine starke Rückrunde gespielt und auch gegen Marburg nur 0:1 verloren. Wir wussten, was uns erwartet“. Statt auf einen Kunstrasen ging es diesmal auf einen Rasenplatz, der etwas holprig war, doch das war Lütter nicht unrecht. Doch aus den eigenen Chancen machten die Gäste nichts und wurden prompt mit dem 0:1 bestraft. Der Gegentreffer kurz vor der Pause war dazu bei einem Fehlpass quer vor dem eigenen Tor noch selbst verschuldet. Im zweiten Durchgang galt das Motto „Noch nichts verloren“, wie Auth der Mannschaft klarmachte. Doch die Köpfe blieben teilweise unten, die Einstellung passte dem Coach nicht ganz. „Es war natürlich auch super heiß, aber der Gegner hatte dieselben Bedingungen“, so Auth. Beim 0:2 verteidigte Lütter dann etwas „lethargisch“, und auch das 0:3 sei ein „Geschenk“ gewesen, hier gab es ein Missverständnis in der TSG-Defensive. So war auch der Treffer von Janine Dechant in der Nachspielzeit nicht mehr als Ergebniskosmetik. Eine Spielerin von Großenenglis flog dann sogar noch vom Platz, weil sie Lena Grosser stoppte, die alleine auf dem Weg zum Tor war. „Das tut mir auch etwas leid für die Gegnerin an so einem letzten Spieltag – das war nicht nötig“, so Auth. Nun richtet Lütter den Fokus auf das Hessenpokal-Endspiel in drei Wochen in Marburg – und trainiert von jetzt an weiter durch. „Mit 110 Prozent“, versicherte der Coach.

Lütter: Lohmann; Beck, Jordan, Reith, Hahn, Grosser, Maikranz, Dechant, Faulstich, Bott, Pompetzki (Martin, Lorenz).

Tore: 1:0 Jana Schwaab (42.), 2:0 Janine Dülger (76.), 3:0 Sophie Trost (82.), 3:1 Janine Dechant (90.+1)

Rote Karte: Großenenglis (90.+2) – wegen Notbremse