In gemeinsamen Gesprächen mit städtischen Vertretern sowie dem Förderverein des Schwimmbads in Dalherda kristallisierte sich zuletzt eine Lösung heraus, erklärt Korell: „Eine finale Abstimmung steht noch aus, aber wir haben einen Pachtinteressenten, wo wir guter Hoffnung sind“. Schon vor dem „Hilferuf“ des Fördervereins habe es Bewerbungen gegeben, zuvor sei jedoch noch nicht der Richtige dabei gewesen.
Ob es dann der 4. oder 6. Juni wird, hänge noch von laufenden Reparaturarbeiten und einer zu installierenden PV-Anlage ab, so der Bürgermeister, der aber generell froh ist, dass sich eine Lösung abzeichnet. Denn: Es sei heutzutage schon eine „große Herausforderung“, die Posten zu besetzen. Nun scheint Gersfeld aber ein zweites Mal ein Glücksgriff gelungen zu sein, denn schon mit dem Pächter-Ehepaar im Wildpark sei Korell „sehr zufrieden“.
Auch für die Menschen in und um Gersfeld hofft er, dass die Saison pünktlich – und mit bestem Sommerwetter – startet und das Freibad bereit ist: „Das Bad ist ja vor wenigen Jahren erst für eine sechsstellige Summe saniert worden. Und zum Schwimmbad-Besuch gehören schließlich Pommes, Eis oder auch mal ein Radler dazu“. Korell, der selbst auch schon Vorfreude auf den Saisonstart und Wasserspaß im Freien mit der Familie hat, lobt dazu den engagierten Förderverein um den Vorsitzenden Ingo Sommers: „Wir als Stadt leisten uns das bewusst, auch in einer Finanzlage, die alles andere als rosig ist. Das funktioniert nur, wenn das Ehrenamt uns unterstützt, denn es ist schwierig, gerade Auszubildende für Bäderbetriebe zu finden“.
Dad Bad in Dalherda sei in vielerlei Hinsicht „einzigartig“, nicht nur aufgrund seiner Historie und seiner Lage. „Es ist ein sozialer Treffpunkt für den Ort, natürlich im Sommer, aber auch im Winter, wenn bei Arbeitseinsätzen gemeinsam angepackt werden kann und man bei einem Kaffee zusammenkommt“, unterstreicht der Bürgermeister.
Das städtische Bad in Gersfeld ist bereits eröffnet worden – und auch wenn das Wetter bisher durchwachsen war, zeigt sich Korell zufrieden: „Wir haben hier fleißige Dauerschwimmer, die bei jedem Wetter kommen. Es gibt ja die Möglichkeit, sich in Räumen umzuziehen und durch einen Kanal nach draußen zu kommen, das ist angenehmer als an der Luft. Aber der Rhöner ist doch allgemein nicht zu sehr empfindlich“, schmunzelt er.
Kein Kiosk-Pächter: Freibad-Saison in Dalherda steht auf der Kippe
