Verbandsliga
Als Aufsteiger in die Sechser-Verbandsliga startet der TC Bad Soden-Salmünster voller Euphorie: „Wir hatten uns den Aufstieg hart erkämpft – es wäre nicht gut gewesen, wenn wir ihn dann nicht wahrgenommen hätten. Das war ein großer Erfolg, und jetzt wollen wir versuchen, die Klasse zu halten“, sagt Mannschaftsführerin Chiara Crisopulli, die als eine von wenigen mit höherklassiger Erfahrung ausgestattet ist und weiß, wie das Niveau ansteigen wird: „Gegen stärkere Gegner spielt man selbst auch immer ein bisschen besser“. Mit einer neuen Nummer eins soll es in der starken Klasse das eine oder andere Erfolgserlebnis geben: Die ehemalige Fuldaerin Sophia Kohlstruck (LK 7,0) verstärkte das Team aus Bad Soden-Salmünster für die bevorstehende Runde, dahinter steht Crisopulli an Nummer zwei. „Wir wollten uns eigentlich noch etwas mehr verstärken, aber das ist für kleine Vereine wie uns auch immer etwas schwierig“. Ziel sei es dennoch immer, „mit der Top Sechs anzutreten“, so die Teamchefin weiter, die einige Spielerinnen der nächsten Gegner noch aus früheren Zeiten bei Eintracht Frankfurt kennt. Die regionalen Konkurrenten wie Neu-Isenburg oder Bruchköbel seien etwas bekannter, Neuland erfahren die Damen des TC Bad Soden-Salmünster aber wiederum bei den Duellen mit TEC Darmstadt II oder Olympia Lorsch – zu beiden geht es übrigens auswärts, die Reise nach Lorsch beträgt fast 120 Kilometer. Los geht es für den TC aber am Sonntag um 9 Uhr mit dem Gastspiel beim TC Klein-Krotzenburg.
Die Vierer-Verbandsliga ist seit Jahren die sportliche Heimat der Fuldaer Damenteams Grün-Weiß und Rot-Weiß. RW Fulda war im Vorjahr überraschend stark unterwegs, wie Betreuer Hubertus Reith noch in Erinnerung hat: „Wir sind Zweiter geworden, aber haben erstmal wieder das Ziel, die Klasse zu halten“, herrscht Bescheidenheit am Frauenberg vor. „Wir haben immer noch eine sehr junge Mannschaft“. Doch Rot-Weiß hat mit Spitzenspielerin Syona Mircheva (LK 2,0) ein Ass und eine Punktegarantin im Ärmel: „Sie spielt an ein und, wenn sie gesund ist, kann sie ihre Punkte alle holen“, so Reith. Dahinter stehen Sophia Reith, Sarah Popovici, Leonie Müller und Elisabeth Wald. Gerade Müller und Wald sollen als junge Spielerinnen aber keinen Druck haben, zumal sie parallel noch U18 spielen. Emma Zahn verließ Rot-Weiß hingegen in Richtung Eiterfeld. Bei einem Engpass könnte aber sogar Melanie Müller einspringen, die Mutter der Fuldaer Nachwuchsspielerin. Eine Prognose hinsichtlich der neuen Saison sei für Reith noch schwierig, weil auch mit Marburg und Lorsch zwei zweite Mannschaften mitmischen. „Das ist immer fast eine Glückssache, wer da mitspielt“. Die Rot-Weißen wollen sich lieber auf sich selbst konzentrieren und eine solide Runde spielen – das Derby ist dieses Jahr zuhause gegen Grün-Weiß und steigt am 21. Juni, quasi zum Abschluss des Hessentags in der Barockstadt. Los geht es für RW Fulda am Sonntag ab 9 Uhr aber erstmal auswärts bei Bieber Offenbach.
Grün-Weiß Fuldas Damen starten derweil parallel mit einem Heimspiel gegen die SG Arheilgen. Teamchefin Laetitia Rockel gibt ein klares Ziel für dieses Jahr aus: „Ziel ist, die Liga zu halten. Wir schätzen die Klasse dieses Jahr als ziemlich stark ein – trotzdem hoffen wir natürlich, dass wir unsere Chancen nutzen und den ein oder anderen Sieg holen können“. Im Vordergrund stehe für die Grün-Weißen dabei aber auch, Spaß am Sport zu haben, die Spieltage gemeinsam zu verbringen und die Zeit genießen zu können. In der Mannschaft von GW Fulda hart sich auch ein bisschen was verändert: „Ein paar Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft sind zu uns hochgekommen, sodass wir jetzt insgesamt eine größere Gruppe sind“, ist Rockel zufrieden: „Wir werden uns da je nach Spieltag gut abwechseln und sind da flexibel aufgestellt, worauf wir uns auch freuen“.
Gruppenliga
Wieder als große Spielgemeinschaft am Start sind RW Eiterfeld, der Rasdorfer SC und BW Hünfeld im Damenbereich: Die MSG Eiterfeld/Rasdorf/Hünfeld belegte im Vorjahr Platz drei der Sechser-Gruppenliga – doch nun werden die Karten komplett neu gemischt: Die Liga ist völlig durcheinandergewürfelt, die Gegner unbekannt. „Gegen einige haben wir zwar damals in der BOL gespielt, doch die Kader haben sich ja auch verändert. Wir betreten also absolutes Neuland“, sagt Teamchefin Larissa Wiegand, und das, obwohl die MSG weiterhin in der Sechser-Gruppenliga spielt. Die Ziele zu definieren, sei daher schwierig: „Die Klasse selbst ist schon die richtige für uns, alles andere darüber wär utopisch. Wir wollen im gesicherten Mittelfeld landen“, wagt Wiegand eine Prognose. 13 Mädels stehen im großen Kader der MSG, von denen pro Spieltag sechs bis acht dabei sein sollen, um konkurrenzfähig zu sein. Wiegand spielt dabei an Position eins, dahinter ist ihre Schwester Madeleine Reitz aus der Babypause zurück. Amalia Quanz und Emma Zahn bilden weiterhin den Stamm des Teams – Zahn kam als Neuzugang von RW Fulda: „Sie ist ein Eiterfelder Eigengewächs“, freut sich die Mannschaftsführerin. Dahinter sind mit Julia Hahn, Ann-Kathrin Wiegand, Anna von Lorentz und Co. weitere Spielerinnen gelistet, die auf ihre Matches kommen sollen. Alle drei Heimspiele finden in Eiterfeld am Hain statt – die Plätze sind top, berichtet Wiegand, seit knapp zwei Wochen sind die Mädels auch schon draußen am Trainieren. Das erste Saisonspiel steigt am Sonntag ab 9 Uhr beim TC Wettenberg. Die Heimspiele in diesem Jahr finden gegen RW Gießen (31. Mai), RW Bad Nauheim (21. Juni) und den KTC Bad Wilhelmshöhe (30. August) statt.
In der Vierer-Gruppenliga schlägt die zweite Mannschaft von Grün-Weiß Fulda auf: Die Mannschaft um Paula Beres startet am Sonntag bei Rückhand Rossdorf in die Saison, die eine lange wird: Sieben Matches in der acht Teams umfassenden Klasse stehen für die Grün-Weiß-Damen an – Konkurrenz aus Osthessen gibt es aber nicht. Stattdessen kommen die Gegner aus Eschborn, Idstein oder Brauerschwend.
Juniorinnen
Auf U18-Ebene gibt es bei den Mädchen nur eine Mannschaft auf Gruppenliga-Ebene: Grün-Weiß Fulda spielt hier mit sieben anderen Teams um Punkte und startet am Samstag (9 Uhr) zuhause gegen Oberursel.
Die Mädels von Rot-Weiß Fulda hingegen waren in der Vorsaison noch in Spielgemeinschaft mit Petersberg aktiv, stellen nun aber wieder eine eigene Mannschaft in der Vierer-Kreisoberliga der Juniorinnen. Hier sind auch GW Fulda II und der TCB Johannisau am Start. Natürlich gibt es damit auch einige Derbys: Am 30. Mai empfängt Rot-Weiß den TCB Johannisau, am 15. August gastiert das Team aus der Johannisau bei Grün-Weiß, und am 29. August spielt RW bei GW Fulda II.
