Lokales FD 31.05.2026

Blick hinter die Kulissen der Geburtshilfe im Herz-Jesu-Krankenhaus

Fulda (pn) – Großes Interesse, viele Gespräche und ein reger Austausch prägten den Tag der offenen Tür der Geburtshilfe am Herz-Jesu-Krankenhaus. Zahlreiche werdende Eltern, Familien und Interessierte nutzten am Samstag die Gelegenheit, die modernisierte Wochenstation Lioba und den Kreissaalbereich kennenzulernen. Dabei standen nicht nur die Räumlichkeiten im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen, welche die Familien rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Neugeborenen begleiten.

Fotos: Paula Nöllenheidt

Bereits kurz nach Beginn herrschte großer Andrang. Besucherinnen und Besucher konnten an Führungen teilnehmen, Beratungsangebote wahrnehmen und sich über die vielfältigen Leistungen der Geburtshilfe informieren. „Wir wollen zeigen, was hebammenzentrierte Geburtshilfe bedeutet und welche Menschen werdende Familien auf diesem Weg begleiten“, erklärte Chefarzt der Frauenklinik und Geburtshilfe Dr. Alexander Dengler.

Neben den Hebammen seien unter anderem Kinderkrankenschwestern, Stationsschwestern, Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Fachbereiche eingebunden. So präsentierte sich unter anderem auch die Physiotherapie mit dem Thema Rückbildungsgymnastik oder die Babylotsin, die Hilfestellungen bei möglichen Überforderungen aufzeigte. „Gemeinsam können wir die tausend Fragen beantworten, die werdende Eltern beschäftigen“,  so Dengler. Ein Schwerpunkt der Arbeit liege auf der individuellen Betreuung der Schwangeren. Mit mehr als 800 Geburten im Jahr achte die Klinik bewusst auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geburtenzahl, räumlichen Möglichkeiten und personeller Ausstattung. „Dadurch gelingt uns häufig eine Eins-zu-eins-Betreuung der Hebammen während der Geburt“, erklärte er. Diese intensive Betreuung trage dazu bei, dass natürliche Geburten überdurchschnittlich häufig möglich seien. Dabei stehe die Selbstbestimmung der Frauen im Mittelpunkt: „Wir möchten Frauen bei der Geburt in ihrer Selbstständigkeit stärken und ihnen auf Augenhöhe begegnen“, betonte der Chefarzt. Gleichzeitig halte das Krankenhaus jederzeit alle notwendigen medizinischen Möglichkeiten bereit. Anästhesisten, Operationssaal und Ärzteteams der Frauenklinik stünden rund um die Uhr zur Verfügung, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.

Mit dem Tag der offenen Tür wolle die Klinik ihre Angebote stärker nach außen präsentieren, insbesondere angesichts sinkender Geburtenzahlen. Die Resonanz habe die Erwartungen deutlich übertroffen: „Es ist wahnsinnig viel los. Ich bin total beeindruckt, die Resonanz ist überwältigend“, sagte Dengler erfreut. Hebamme Veronika Grosch freute sich ebenfalls über die Nachfrage. Viele Besucherinnen und Besucher seien werdende Eltern, andere hätten nach der Geburt ihres Kindes noch einmal den Ort der Geburt besuchen wollen. „Heute haben wir die Möglichkeit, in kleineren Gruppen intensiv ins Gespräch zu kommen“, berichtete sie. So entstehen ein lockerer Austausch und persönliche Begegnungen. Ein besonderer Vorteil des Herz-Jesu-Krankenhauses sei für sie die kontinuierliche Begleitung während des gesamten Geburtsverlaufs. Auch Angebote wie Geburtsfotografie stießen bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse.

Kinderschminken, eine Bastelecke und kleine Stärkungen sorgten zudem für eine familienfreundliche Atmosphäre.

Geburtshilfe gibt Einblicke. Fotos: Paula Nöllenheidt