Lokales FD 09.05.2026

„Barock, but make it queer“: Auftakt im neuen Base Club in Fulda

Fulda (pk) – Der Verein „foll bunt“ bringt ein frisches Konzept in das Fuldaer Nachtleben: Im frisch eröffneten Base Club in der Kreuzbergstraße startet am Samstag erstmals die Veranstaltung „Barock, but make it queer“. Das Event soll sich bewusst vom klassischen Club- und Rave-Angebot in und um die Barockstadt abheben.

Foto: Paul Kukula

Der Startschuss fällt um 23 Uhr. Für das Team rund um Mitorganisatorin Charlie Rödel ist es nicht die erste Veranstaltung, da bereits während des Christopher-Street-Day eine Aftershowparty im Kulturkeller stattfand. Aufgrund der hohen Nachfrage entstand die Idee für eine eigene Reihe – zudem fehle in Fulda seit zehn Jahren ein regelmäßiges queeres Partyformat. „Uns ist wichtig, einen Raum zu schaffen, der sich klar von bestehenden Formaten unterscheidet. Wir wollen Menschen zusammenbringen, Vielfalt sichtbar machen und gleichzeitig einen sicheren Rahmen bieten“, erklärte Rödel im Vorfeld.

Nach einem zunächst verhaltenen Vorverkauf stieg das Interesse kurz vor dem Termin deutlich an. „Die letzten zwei Tage ist es ein bisschen eskaliert, wir bekommen stündlich Ticketverkäufe und sind schon bei 60 bis 70 Tickets“, so Rödel. Angesichts einer Gesamtkapazität von 200 Personen blickt sie dem Abend positiv entgegen. Das Ziel ist eine dauerhafte Etablierung: „Der Plan ist, dass es eine Reihe wird.“ Bei einem Erfolg der Premiere ist die nächste Party bereits für den 8. August, also unmittelbar vor dem diesjährigen CSD, angedacht.

Für den 30 Mitglieder starken Verein bedeutet die Organisation einen hohen Aufwand. Musikalisch bietet der Abend auf zwei Floors vorwiegend Techno, wobei sich die Veranstalter für die Zukunft auch offen für andere Genres zeigen. Das Konzept verbindet Feiern mit Informationen: Über den Dancefloors finden die Gäste Infostände, Merch und kulinarische Besonderheiten. „Wir machen spezielle BBMIQ-Waffeln in den Farben schwarz, rot und blau“, so Rödel. In diesem Bereich laufen zudem Popmusik und CSD-Klassiker.

Dem Team liegt am Herzen, dass alle Menschen ungeachtet ihrer Gesinnung willkommen sind, auch wenn der Fokus klar auf der queeren Community liegt. Für die Sicherheit sorgen den gesamten Abend Awareness-Teams als Ansprechpartner bei Problemen. Die Erlöse dienen der Kostendeckung sowie der weiteren Vereinsarbeit: „Die Einnahmen, die über die Fixkosten hinaus gehen, gehen zum einen an die Künstlerinnen und Künstler und in die Finanzierung der Vereinsarbeit des CSD und der nächsten Party“, so Rödel.

„Barock, but make it queer“ vor Premiere in Fulda. Fotos: Paul Kukula