Die Stellungnahme im Wortlaut:
„Zugleich weisen beide Vereine eine öffentliche Vorverurteilung sowie die bisherige mediale Sachdarstellung entschieden zurück und betonen, dass eine sachgerechte Bewertung nur auf Grundlage gesicherter Erkenntnisse erfolgen kann.
Aus Sicht der beiden Vereine ist es in der öffentlichen Diskussion wichtig, zwischen gesicherten Tatsachen, subjektiven Wahrnehmungen und emotional aufgeladenen Behauptungen klar zu unterscheiden. Insbesondere die verkürzte Berichterstattung diverser Onlineportale wird diesem Anspruch nicht im Ansatz gerecht.
Die Vereine sowie der betroffene Spieler haben zur Wahrnehmung der eigenen Rechte nunmehr anwaltlichen Beistand beauftragt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der benannte Spieler der SG Schlüchtern II sowie Personen aus dessen unmittelbaren Umfeld während und nach dem Spiel die Spieler des Vereins sowie deren Familien und Verstorbenen in völlig inakzeptabler Art und Weise beleidigt und mit körperlicher Gewalt bedroht haben.
Der SG Schlüchtern ist insoweit anzurechnen, dass unmittelbar nach dem Spiel sowie nach der ersten Berichterstattung Spieler und Offizielle des Vereins auf den SV Schweben zugekommen sind, sich für das wiederholt eingetretene Verhalten ihres Spielers entschuldigt und auch durch ihre Angaben zur Aufarbeitung beitragen.
Sofern die Berichterstattung in diesem Punkt zutreffend sein sollte, wünschen die Vereine SV Schweben und SG Magdlos dem betroffenen Spieler der SG Schlüchtern II dennoch bereits aus dem Grundgedanken des Sports eine schnelle Genesung. Dass dieser Spieler aber in der zweiten Halbzeit mehrere Minuten lang aufgrund einer Kopfverletzung behandelt wurde, dann aber weiter spielte, darf insoweit nicht verschwiegen werden.
Der SV Schweben und die SG Magdlos stehen geschlossen hinter einem ihrer langjährigsten und fairsten Spieler. Dies erfolgt bewusst vor dem Hintergrund, dass beide Vereine für einen fairen, respektvollen und sportlich geordneten Umgang auf und neben dem Platz stehen. Diese Maßstäbe gelten für alle Beteiligten gleichermaßen und bilden die Grundlage des eigenen Verständnisses. Beide Vereine bieten Heimat für Sportler jeglichen Alters, Geschlechts und Couleur, sodass auch Rassismus und Extremismus auf und neben dem Feld keinen Platz haben.
Dies gilt insbesondere auch für die in den letzten Jahren immer häufiger auftretende reflexartige Behauptung von Rassismus, welche die Vereine klar verurteilen, da dies vorrangig den tatsächlich Betroffenen schadet.
Die beiden Vereine werden die weitere Kommunikation nunmehr allein über die Kanzlei Manusch & Heinsch aus Neuhof führen“.
B-Liga – Ermittlungen nach Beleidigung und Schlag gegen Kopf
