Lokales FD 19.05.2026

Ausschüsse in Fulda arbeitsfähig – Beratungen über Dyba-Allee

Fulda (sk) – In einem wahren Wahlmarathon parallel im Fürstensaal und der Schlosskapelle konstituierten sich die von der Stadtverordnetenverssammlung gebildeten fünf Ausschüsse. Einzig im Haupt- und Finanzausschuss gab es den ersten inhaltlichen Beschluss – noch in diesem Monat werden die Ausschussmitglieder mit Bischof Michael Gerber zur eventuellen Umbenennung der Johannes-Dyba-Allee beraten.

Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann (links) und Petra Krack. Foto: Stefan Krug

Eröffnet wurden die parallelen Sitzungen von der Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann (CDU) und ihren beiden Stellvertretern Stefan Frauenholz (CDU) und Dr. Thomas Bobke (SPD). Die meisten Vorsitzenden wurden ohne Gegenstimmen mit wenigen Enthaltungen gewählt, darunter die beiden wiedergewählten Hans-Dieter Alt und Michael Ruppel. Gegenkandidaten gab es im Sozialausschuss, wo Robin Burkard (Linke) Robert Vey (SPD) als Vorsitzenden vorgeschlagen hatte, der dann fünf der insgesamt elf Stimmen erhielt, und im Ausschuss für Schule und Sport, wo AfD-kandidat Pierre Lamely nur die zwei Stimmen seiner Fraktion bekam.

Erstmals erhielten die Grünen einen Vorsitz: Jutta Hamberger leitet den Kulturausschuss. Mit Dr. Marion Wager (CDU) wird mit dem Sozialausschuss noch ein weiterer von einer Frau geleitet. Nur im Haupt- und Finanzausschuss gab es neben den beiden Wahlen schon einen Einstieg in die inhaltliche Arbeit. Hans-Dieter Alt lud die vollständig anwesenden Mitglieder zur ersten Sitzung am 28. Mai ins Bischofshaus ein. Dort soll das schon länger geplante Gespräch mit Bischof Dr. Michael Gerber und dem ehemaligen Oberbürgermeister Gerhard Möller (Vorsitzender der Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Fulda) zur Vorbereitung der Beratungen zur von der SPD und der Partei geforderten Umbenennung der Johannes-Dyba-Allee stattfinden. Die Sitzung ist nicht öffentlich und der Sitzungsort war der Wunsch des Bistums.

Pierre Lamely kritisierte die, wie er es nannte, „Zählgemeinschaft aus CDU, Grünen und FDP/FW/FGG”, welche der AfD als größter Oppositionspartei den Vorsitz „im kleinsten Ausschuss “ verweigere: „Die CDU hat die Grünen in die Zählgemeinschaft geholt und ihnen dafür einen maßgeschneiderten Ausschuss mit Vorsitz geschenkt. Für die zweitstärkste Kraft im Stadtparlament bleibt nichts – nicht einmal der kleinste Ausschuss. Das ist kein Zufall und kein Versehen. Das ist die konsequente Fortführung einer Brandmauerpolitik, die seit dem Wahlabend nur ein Ziel kennt: die AfD von jeder gestaltenden Rolle auszuschließen. Seit der Kommunalwahl am 15. März hat die CDU der zweitstärksten Kraft systematisch jeden Zugang verweigert: keinen Platz im Präsidium, einen Magistratssitz weniger als rechnerisch zusteht – wogegen wir Wahlwiderspruch eingelegt haben –, die Abschaffung des bewährten Wirtschaftsausschusses, und jetzt null von fünf Ausschussvorsitzen. Wer so agiert, dem geht es nicht um die beste Politik für Fulda. Dem geht es um Machterhalt – koste es, was es wolle."

Die Vorsitzenden und Stellvertreter:

Haupt- und Finanzausschuss:

Vorsitzender: Hans-Dieter Alt (CDU)

Stellvertreter: Johannes Uth (CDU)

 

Ausschuss für Bauwesen, Stadtplanung, Klimaschutz und Mobilität:

Vorsitzender: Michael Ruppel (CDU)

Stellvertreter: Jochen Kohlert (Grüne)

 

Ausschuss für Kultur, Tourismus und Partnerschaften

Vorsitzende: Jutta Hamberger (Grüne)

Stellvertreterin: Stephanie Rützel (CDU)

 

Sozialausschuss:

Vorsitzende: Dr. Marion Wagner (CDU)

Stellvertreterin: Andrea Werner (CDU)

 

Ausschuss für Schule und Sport:

Vorsitzender: Guido Lomb (CDU)

Stellvertreter: Helge Mühr (FDP)

Konstituierende Sitzungen der Fuldaer Ausschüsse. Fotos: Stefan Krug