Lange Zeit deutete auf dem Hünfelder Kunstrasen alles auf ein Elfmeterschießen hin. Doch in der 93. Minute, also schon der Nachspielzeit am Ende der Verlängerung, traf Andre Moos zum Sieg für die Gäste und beendete die Hoffnungen der Osthessen. „Das war ein sehr unglückliches Ausscheiden“, bilanzierte SG-Spieler Simon Grosch nach der Partie. Dabei hätte die SG das Spiel bereits in der regulären Spielzeit von 70 Minuten entscheiden können. Trotz spielerischer Überlegenheit scheiterte die Mannschaft jedoch an der eigenen Chancenverwertung.
Der TSV Günterfürst nutzte hingegen seine Möglichkeiten konsequenter: Christian Hallstein erzielte in der 24. Minute die Führung, mit der es auch in die Kabinen ging. In der zweiten Halbzeit erhöhte Hünfeld den Druck und kam in der 55. Minute durch „Blondi“ Andreas Weber aus wenigen Metern zum verdienten 1:1-Ausgleich. In der Schlussphase der regulären Spielzeit blieb das Pech jedoch treu: Die Gastgeber trafen zweimal das Aluminium und ließen weitere Großchancen ungenutzt.
In der folgenden Verlängerung ließen bei beiden Teams die Kräfte nach. „In der Verlängerung war ein bisschen die Luft raus“, so Grosch. Als sich alle Beteiligten bereits auf das Elfmeterschießen eingestellt hatten, sorgte der späte Treffer von Moos für die Entscheidung zugunsten des TSV Günterfürst. Bei den Gästen kam zudem mit Gregor Karpowicz ein im osthessischen Fußball bekannter Akteur zum Einsatz. Der langjährige Spieler der SG Bad Soden trifft mit seiner Mannschaft nun im Finale auf die Spvgg. Eltville.
Hünfeld/Kirchhasel: Theisenroth; Gensler, Halbleib, Henning, Fuß, Grosch, Straub, Müller, A. Weber, Witzel, Helmke (Geyer, Wiegand, Ebert, Rehm).
Schiedsrichter: Aaron Fritz (Weyhers)
Tore: 0:1 Christian Hallstein (24.), 1:1 Andreas Weber (55.), 1:2 Andre Moos (90.+3)
Zuschauer: 250
