A-Liga West
Das Verfolgerduell am vergangenen Wochenende gewann Bimbach zuhause mit 3:1 gegen den VfL Lauterbach und hat sich damit in die Pole Position für Platz zwei gebracht. Der VfL droht, den dritten Aufstiegs-Anlauf über die Relegation zu verpassen weil er auch selbst zuvor das Spitzenspiel gegen den Türkischen SV Fulda verlor (0:1). Der TSV wiederum steht damit nun vor dem Matchball: „Ich fand es gar nicht so überraschend – Bimbach ist zuhause sehr stark und hat auch uns geschlagen“, sagt Fuldas Trainer Kubilay Kücükler, dessen Elf am Sonntag ab 15 Uhr nur einen Punkt bei der SG Grebenhain/Bermuthshain (in Grebenhain braucht). „Natürlich wäre es für den Verein und die Fans zuhause schöner, aber uns ist das relativ wurst. Die Jungs sind so eingestellt, wie in jedem Spiel“. Dabei habe der TSV „aus der Hinrunde gelernt“ und hatte nochmal den Kader verstärkt, das zahlt sich nun aus: „Mit Pokal und Testspielen haben wir dann über 40 Spiele gemacht. Das ist Wahnsinn. Wir nehmen jedes ernst, auch das am Sontag“ – schließlich gewann die SG das Hinspiel in Fulda mit 2:1, der Tabellenführer hat „noch etwas gutzumachen“. Das soll auch ohne den einen oder anderen Stammspieler gelingen, der ausfällt, wodurch andere ihre Chance bekommen sollen. Falls es einen Punkt oder gar drei gibt, sei die Mannschaft „relativ spontan“, so Kücükler, was die Feierlichkeiten angeht.
A-Liga Nord
Im Norden knistert es, genauer gesagt in Heinebach: Tabellenführer SG Heinebach/Osterbach begrüßt am Sonntag (15 Uhr) die SG Werratal zum Spitzenduell – Werratal ist Zweiter und hat die Relegation sicher, aber auch schon sieben Punkte Rückstand. Mit einem Remis oder einem Sieg wäre Heinebach/Osterbach zurück in der Kreisoberliga. Zweimal in Folge war die Mannschaft Tabellendritter geworden und musste vergangene Saison der SG Werratal den Vortritt lassen, die in der Relegation scheiterte. „Die Konstellation ist natürlich sehr gut – es gibt nichts Schöneres, als mit einem Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Meister zu werden. Ob das klappt. Ist aber eine andere Sache“, mahnt der sportliche Leiter Andreas Möller, der auch keine Feierlichkeiten vorbereiten möchte: „Wir richten den Platz her, hängen vielleicht ein paar Fahnen auf und hoffen, dass die Kulisse passt. Alles andere würde spontan passieren“. Dass Werratal aufgrund einer erneut verlängerten Saison Kräfte schonen könnte, damit rechnet der Spitzenreiter keinesfalls. Eine perfekte Hinrunde hatte die SGHO übrigens hingelegt, musste allerdings zwei Punkte Abzug wegen des Schiri-Solls einstecken, sonst könnte schon gefeiert werden. Die einzige Saisonniederlage gab es direkt nach der Winterpause in Weißenhasel, dazu stellt der Spitzenreiter mit 93 Toren die beste Offensive und mit 19 Gegentoren auch die beste Abwehr. Es ist also angerichtet für die Party – und Möller blickt auch dankbar zurück: „Wir sind die letzten zwei Jahre kurz vorher gescheitert, das hat uns geprägt und das haben die Jungs alles geil weggesteckt“, so Möller. Auf die SG Werratal würde wiederum eine lange Relegation warten, die anders als im Vorjahr nicht zur KOL Nord „hin“ gespielt wird, sondern in einer Fünfergruppe mit den vier anderen A-Liga-Vizemeistern.
A Liga Ost
Aktuell steht der KSV Niesig vorne, doch die SG Dietershausen/Friesenhausen spielt am Freitag (18.30 Uhr) ihr Nachhol-Heimspiel gegen Motten und kann vorbeiziehen. Spannend: Motten selbst wäre mit einem Sieg an Dietershausen vorbei und hätte alles in der Hand, was Platz zwei angeht. Auch Margretenhaun und Steinau/Steinhaus sind noch voll im Rennen. Und besonders brisant wird es am Sonntag ab 15 Uhr in Margretenhaun, wo der RSV auf Niesig trifft. Das Restprogramm von Patrick Broschke und Co. hat es ohnehin in sich, denn kommende Woche geht es auch noch nach Dietershausen.
A-Liga Mitte
Mit einem kleinen Lächeln hat Tabellenführer SV Burghaun in der Vorwoche die 0:3-Pleite der SG Haselbach in Soisdorf registriert. Damit liegt Burghaun nun fünf Punkte vorne, bei einem Spiel weniger. Doch rechnerisch ist nun Nüsttal/Dammersbach erster Verfolger und hat die Relegation zumindest selbst in der Hand. Die Rot-Weißen Burghauner wollen am Sonntag (15 Uhr) die Pflicht gegen Schlusslicht Hohe Luft II erledigen, müssen aber auch auf die anderen Plätze schauen: Nüsttal/Dammersbach empfängt den Tabellenvorletzten aus Mansbach und will keine Schützenhilfe leisten, Haselbach begrüßt Niederaula/Kerspenhausen II.
A-Liga Süd
Der SV Schweben hat es in der Hand – allerdings noch nicht an diesem Wochenende: Sieben Siege in Folge holte der SVS, Verfolger Distelrasen spielte in dieser Zeit zweimal 0:0 und verlor beim TV Neuhof. Die SGD hat aber noch drei Heimspiele und kann Schweben noch abfangen, selbst wenn der SVS am Sonntag beim Tabellendritten Niederzell gewinnt – der selbst wiederum noch kleine Chancen auf Platz zwei hat. Der SVN wird demnach nichts herschenken, während Distelrasen zuhause gegen Mottgers/Schwarzenfels spielt.
