Schon von Weitem waren die startenden Maschinen zu hören. Immer wieder hoben Ultraleichtflugzeuge, Motorsegler, Segelflugzeuge und auch Hubschrauber ab. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, selbst einmal in die Luft zu gehen und Osthessen aus der Vogelperspektive zu erleben.
„Wir haben Kaiserwetter bestellt“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Stefan Ebert, mit einem Lächeln. Tatsächlich spielte das Wetter perfekt mit – und sorgte dafür, dass sich der Flugplatz über beide Pfingsttage hinweg füllte.
Für den Verein haben die Flugtage längst Tradition. „Seit 75 Jahren ist über Pfingsten hier Flugtag“, erklärte Ebert. Neben dem Jubiläumsjahr stehe vor allem die Begeisterung für den Flugsport im Mittelpunkt. „Der Mensch will nach wie vor gerne in die Luft kommen“, sagte er.
Besonders groß war das Interesse an den Rundflügen. Bereits am ersten Tag seien mehr als 100 Flüge durchgeführt worden. Am zweiten Pfingstfeiertag rechnete der Verein sogar mit rund 150 Starts. Geflogen wurde bis in die Abendstunden hinein.
Neben den Vereinsmaschinen waren auch zahlreiche Gastpiloten auf dem Plätzer zu Besuch. „Man kennt sich untereinander und besucht sich bei solchen Festen“, erklärte Ebert. So kamen Piloten unter anderem aus Fulda-Johannesberg oder von umliegenden Flugplätzen nach Burghaun.
Die Besucher bekamen dabei die gesamte Bandbreite des Flugsports zu sehen – von modernen Ultraleichtflugzeugen bis hin zu älteren Maschinen und klassischen Segelflugzeugen. Ein besonderer Publikumsmagnet war erneut der Hubschrauber, der ebenfalls Rundflüge anbot.
Doch nicht nur in der Luft wurde etwas geboten. Auf dem Gelände herrschte Volksfeststimmung. Familien nutzten das gute Wetter, Kinder tobten auf den Hüpfburgen, während sich viele Gäste bei Gegrilltem, Kaffee und Kuchen stärkten.
Gleichzeitig nutzte der Verein die Veranstaltung auch, um neue Interessierte für den Flugsport zu gewinnen. Der Rhönflug Hünfeld bilde selbst Piloten aus, erklärte Ebert. „Wir sind Ausbildungsunternehmen und bilden Piloten für verschiedene Sparten aus.“ Gerade bei solchen Veranstaltungen kämen immer wieder Menschen auf den Verein zu, die selbst fliegen lernen wollten.
Dass Fliegen allerdings kein günstiges Hobby ist, wurde ebenfalls deutlich. Die steigenden Kraftstoffpreise seien auch im Luftsport spürbar. „Wir haben vorher zu einem Preis getankt, wie wir ihn noch nie hatten“, sagte Ebert. Während der Hubschrauber mit Kerosin fliegt, werden die meisten anderen Maschinen mit speziellem Flugbenzin betrieben.
Bis zum Sonnenuntergang herrschte am Plätzer reger Betrieb. Immer wieder blickten Besucher in den Himmel, verfolgten Starts und Landungen oder warteten selbst gespannt auf ihren Rundflug. Für den Rhönflug Hünfeld waren die Flugerlebnistage damit nicht nur Werbung für den Verein, sondern zugleich ein gelungener Höhepunkt im Jubiläumsjahr.
