Lokales FD 05.03.2026

WJ Stadtgeflüster: 700.000 Menschen zum Hessentag erwartet

Fulda – Von Silas Messing– Es war ein Abend voller Ideen, kulinarischer Highlights und spannender Einblicke: Am Mittwochabend luden die Wirtschaftsjunioren ins TONDAS ein, um mit Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld über die Zukunft Fuldas und den bevorstehenden Hessentag 2026 zu sprechen.

Foto: Silas Messing.

„Wir freuen uns sehr, dass Sie heute hier sind und gemeinsam mit uns über die Stadtentwicklung diskutieren“, begrüßte Lips die vollbesetzten Räumlichkeiten. Für den passenden Rahmen sorgte das Team des TONDAS um Antonín Krejbich mit einem Flying Buffet aus Vorspeise, mehreren Hauptspeisenvariationen und einer Nachspeise.

Dann hatte Dr. Wingenfeld das Wort – und ließ keinen Zweifel daran, dass es um mehr ging als nur den Hessentag. „Die Politik in Fulda zeigt uns die Zukunft. Aber es sind Sie, Unternehmerinnen und Unternehmer, die diese Stadt gestalten“, begann der OB. Er spannte den Bogen vom historischen Ursprung des Hessentags 1961 in Alsfeld bis zu den rund 700.000 erwarteten Besuchern im Jahr 2026. „Es geht nicht nur um ein großes Fest, sondern darum, die Innenstadt zu beleben, Handel und Gastronomie zu stärken und langfristige Impulse zu setzen“, so Wingenfeld.

Der Hessentag sei ein Motor für die Stadtentwicklung, betonte der Oberbürgermeister. Dank Fördermitteln des Landes Hessen habe man in den vergangenen Jahren Radwege verbessert, Museen ausgebaut und die Innenstadt aufgewertet. „Jetzt gilt es, den Schwung zu nutzen“, sagte Wingenfeld. In diesem Zusammenhang sprach er auch größere Entwicklungsflächen wie das Goodyear-Areal an. Dort wolle die Stadt langfristig planen: „Wir wollen einen Masterplan entwickeln, der die Stadt voranbringt, Arbeitsplätze sichert und den Mittelstand einbindet.“ Eine großflächige Wohnbebauung halte er an diesem Standort jedoch für „schlicht nicht realistisch“.

Besonderes Augenmerk legte Wingenfeld auf die Attraktivität der Innenstadt. Er erläuterte die Pläne für die Hessentagsstraße, das Weindorf am Stadtschloss und die Fulda-Aue: „Wir setzen auf bestehende Gebäude statt Zelte – nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll. So profitieren Handel und Gastronomie, und die Besucher erleben Fulda direkt im Herzen der Stadt.“

Immer wieder betonte der OB den Gemeinschaftsgedanken: „Der Hessentag ist ein Signal für Offenheit und Zusammenhalt. Wer unsere Verfassung respektiert, ist hier willkommen – egal, woher er kommt.“ Die Gäste applaudierten mehrfach, als Wingenfeld auf die Bedeutung von Kultur und Großveranstaltungen für die regionale Identität hinwies.

Nach dem offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch. Gespräche über Stadtentwicklung, Gastronomie und Zukunftsperspektiven Fuldas prägten den weiteren Abend.

„Wir freuen uns, dass Fulda mit dem Hessentag 2026 ein Großereignis bekommt, das Stadt, Wirtschaft und Kultur vereint“, sagte Lips zum Abschluss. Dr. Wingenfeld fügte augenzwinkernd hinzu: „Und keine Sorge, nach dem Hessentag hören wir nicht auf – wir machen weiter, damit Fulda langfristig attraktiv bleibt.“

Mit interessanten Einblicken, lebendigen Diskussionen und kulinarischen Höhepunkten bot der Abend einen gelungenen Vorgeschmack auf das, was Fulda im Juni 2026 erwartet – ein Fest für die ganze Stadt, das nicht nur Besucherinnen und Besucher, sondern auch Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenbringt.

WJ Stadtgeflüster mit Dr. Heiko Wingenfeld im Tondas. Fotos: Silas Messing.