„Wir haben ein gutes Gefühl – die Rückmeldungen waren positiv“, erklärte Martin Jahn, Stadtverbandsvorsitzender der CWE, einen Tag vor der Wahl in der Innenstadt. Eine genaue Prognose wollte er sich jedoch nicht entlocken lassen – bei Kommunalwahlen sei es schließlich schwierig, die Lage vorab einzuschätzen. Zunächst müsse abgewartet werden, wie hoch die Wahlbeteiligung ausfalle. Erst am Mittwoch werde das endgültige Ergebnis Klarheit bringen.
Für Wilhelm Hartmann als Gesicht der Freien Wähler in Hessen läuft es nach wie vor rund. „Der Zuspruch von Jung und Alt ist enorm“, erklärte Hartmann. Besonders die von der Partei verlängerte Tankkarten-Aktion sei der „absolute Renner“ gewesen. Er gab sich äußerst positiv: „Wir vermuten, dass wir viele Herzen erobert haben.“
Auch Sebastian Müller, Landtagsabgeordneter der CDU, zeigte sich zuversichtlich: „Heute ist Endspurt, da ist es wichtig, noch einmal mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“ Er berichtete von seiner Wahlkampftour durch den gesamten Landkreis und betonte, dass an allen Standorten viele motivierte Bürger zusammengekommen seien. Johannes Uth, der auf Listenplatz acht der CDU kandidiert, ließ die vergangene Woche Revue passieren: „Die letzte Woche lief gut, wir haben noch einmal einige Veranstaltungen gestemmt.“ Trotz des schlechten Wetters habe die CDU am Uniplatz guten Zulauf gehabt. Er spüre, dass das Informationsbedürfnis der Bürger hoch sei. Uth hoffe zudem auf eine höhere Wahlbeteiligung als beim letzten Mal, sei aber insgesamt guter Dinge. Ebenfalls war die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU vor Ort, um finalen Wahlkampf zu führen.
Die SPD gab sich hingegen verhalten optimistisch. „Die Stimmung ist gar nicht schlecht, man muss aber sehen, ob sich das morgen widerspiegelt“, hieß es am Parteistand. Es liefe jedoch „nicht schlecht“. Neben den genannten Akteuren waren am letzten Wahlkampftag auch die Linke, FDP, Grüne, AfD, Volt, Bündnis C, Die Partei, Fulda Gemeinsam Gestalten (FGG) und weitere Parteien am Universitätsplatz vertreten, um für Stimmen zu werben und die letzten unentschlossenen Wähler zu überzeugen.
