Die eigene Pflicht mit dem 5:0 gegen Hofbieber erfüllt und am Sonntag dann zur Kenntnis genommen, dass Spitzenreiter Hessen Kassel II gegen Dörnberg (0:1) gepatzt hat. Sodens Trainer Lars Schmidt gab das zumindest „etwas mehr Hoffnung“, doch er weiß auch: „Das sind für die Kasseler solche Spiele wie für uns gegen Flieden beispielsweise. Mit einem besonderen Charakter, und dabei zählt die Tabelle nicht“. Immerhin: Der Rückstand beträgt nur noch fünf Punkte bei einem Spiel in der Hinterhand. Doch auch die nächste Aufgabe wird nicht leicht: Wabern startete mit einem 4:0 in Johannesberg und bringt Selbstvertrauen mit an die Bornwiese. „Sie sind eine der Mannschaften, die es immer schafft, Dinge wie taktisches Verständnis, Kopfballstärke oder Geschwindigkeit zu bringen, was es unangenehm macht. Wir haben sie zuletzt zwar dreimal deutlich geschlagen, aber es fühlt sich nicht so an, dass das selbstverständlich ist“, warnt Schmidt. Der Rasenplatz in Bad Soden wurde zumindest präpariert, wo gespielt wird, entscheidet sich dennoch erst kurzfristig.
Eine bittere Nachricht gibt es derweil von Alexander Okyere: Der 26-Jährige muss seine Karriere, die immer wieder von Verletzungen geplagt war, wohl beenden. Seine Knieprobleme stellten sich nun als Knorpelschaden heraus, der erstmal nicht weiter gravierend sei, so Schmidt. Aber es bestehe ein hohes Risiko, dass das Knie völlig beschädigt wird: „Er hat den ärztlichen Hinweis bekommen, dass es auf diesem Niveau nicht mehr so viel Sinn macht“, leidet Schmidt mit seinem Außenverteidiger, der parallel als Mental Coach für Nachwuchskicker arbeitet. Darüber hinaus ist auch Nico Damm höchst fraglich für Samstag.
Eine Woche länger Zeit hatte die SG Eiterfeld/Leimbach, die nun vor ihrem ersten Punktspiel des neuen Jahres steht. Neu ist auch Cheftrainer Andjelko Urosevic, der diese Woche auch dringend brauchte: „Leider hatten wir gesundheitlich und verletzungsbedingt Probleme, sodass wir keine optimale Kontinuität in der Vorbereitung hatten. Normalerweise sind fünf Wochen ausreichend, aber so langsam lichtet sich das Lazarett“. Die Generalprobe gegen Künzell setzte die SGEL zwar in den Sand, doch auch dies war arg personell bedingt. Mit Simon Schilling absolviert einer der Leistungsträger die B-Lizenz und weilte oft in Grünberg, Kapitän Kevin Kurz fiel mit einem Fersensporn aus, für ihn kommt der Auftakt noch zu früh. „Das ist nicht optimal, aber wir werden das im Abwehrverbund gemeinsam kompensieren“, sagt Urosevic. Der Einstieg am Hain sei ihm hingegen nicht schwergefallen, fügt er an: „In Fußballkreisen geht es ziemlich schnell. Man kannte sich zum Teil schon von früher. Es gibt hier ein gutes, intaktes Umfeld, damit fällt einiges leichter“. Die Eiterfelder stehen nun vor der Schwierigkeit, die schlechte Heimbilanz aufzubessern. Und es wird direkt ernst: Mit Willingen kommt am Samstag ein direkter Tabellennachbar, der zum Start einen Punkt bei Klei/Hun/Doh holen konnte. „Statistiken kann man beachten – entscheiden ist aber, dass wir im Spiel selbst das Maximum geben. Es wäre wichtig für die psychologische Komponente, mit einem Sieg zu starten, gerade für die junge Mannschaft. Wenn wir in sichere Fahrwasser wollen, brauchen wir die drei Punkte“. Gespielt wird wohl auf dem Kunstrasen.
Ebenfalls am Samstag um 15 Uhr steigt am Weiher das Fliedener Heimspiel gegen den Lichtenauer FV, ehe am Sonntag im Fuldaer Stadtgebiet Verbandsliga geboten ist. Die SG Barockstadt U23 empfängt Dörnberg – viele erinnern sich noch an den 7:2-Sieg im Hinspiel – und die SG Johannesberg will gegen Vellmar mal ein kleines Lebenszeichen im Keller setzen. Hofbieber hat spielfrei, über das Derby Eichenzell gegen Steinbach gibt es bei uns einen separaten Vorbericht.
Verbandsliga
Samstag
15 Uhr
Flieden – Lichtenauer FV
Bad Soden – TSV Wabern
Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach – Calden/Meimbressen (in Kleinalmerode)
Eiterfeld/Leimbach – Willingen (Kunstrasen Eiterfeld)
Sonntag
15 Uhr
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Dörnberg (in Lehnerz)
Johannesberg – Vellmar
Eichenzell – SV Steinbach
Hessen Kassel II – Wolfhagen
